Politik | Inland 15.12.2011

Faymann: Uni-Milliarde trotz Sparpakets

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Die Hochschulmilliarde kommt, sagt der Kanzler. Man stehe in den Verhandlungen bereits vor dem Abschluss.

Auch Sparpaket und Krise können die Hochschulmilliardeoffenbar nicht ausbremsen. Zumindest sicherte Bundeskanzler Werner Faymann sie Jugendlichen bei einer Podiumsdiskussion zu, wie der Standard berichtet.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle sieht die Vorbereitungen dazu "bereits auf der Zielgeraden". Auch aus dem Finanzministerium hieß es, die Verhandlungen befänden sich "in der Endphase".

Spenden und Stiftungen

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl regte zudem an, das österreichische Uni-System teils mittels Spenden und Stiftungen zu finanzieren, wie es in den USA der Fall sei. Das Land drohe sonst den Anschluss an die Weltspitze zu verlieren.

Zuletzt war zur Finanzierung der Universitäten eine Akademiker-Abgabe diskutiert worden. Kärntens SPÖ-Chef Peter Kaiser hatte etwa vorgeschlagen, dass Akademiker 20 Euro pro Monat zahlen könnten, sobald sie als Uni-Absolventen mehr als 3200 Euro brutto verdienen – diesem Modell hat sich auch die SPÖ Niederösterreich angeschlossen. Die "Steuer" war von Töchterle jedoch abgelehnt worden.

Rektoren freuen sich

Heinrich Schmidinger, Vorsitzender der Universitätenkonferenz (uniko), freut sich über Faymanns Zusage: Sie sei ein "wichtiges Signal der Regierungsspitze". Für den Rektorenchef ist damit der Einsatz Töchterles und der Appell der Rektoren und Uni-Vertreter nach einer Rettung aus der Finanzmisere "auf fruchtbaren Boden gefallen". Weniger euphorisch zeigt sich die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH). Sie fordert in einer Aussendung "eine echte Milliarde", nicht eine auf drei Jahre aufgeteilte Finanzspritze. "333 Mio. Euro brauchen die Hochschulen, um gerade noch den Status Quo aufrecht zu erhalten", so Martin Schott (Fachschaftslisten, FLÖ) vom ÖH-Vorsitzteam, "von Verbesserung sprechen wir da noch lange nicht."

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Erstellt am 15.12.2011