Politik | Inland
13.04.2017

Familienleistungen stiegen seit 2000 um über 50 Prozent

Wifo-Berechnungen: Pro Kind gab Österreich 2015 um 65 Prozent mehr Geld aus als im Jahr 2000.

Die Familienleistungen sind in Österreich in den vergangenen 15 Jahren massiv gestiegen. Ließ die öffentliche Hand im Jahr 2000 noch 3.540 Euro pro Kind springen, so waren es 2015 bereits 5.847 Euro, geht aus Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hervor, über die der "Standard" am Donnerstag berichtete.

Bei den Berechnungen geht es um sämtliche Familienleistungen von direkten Beihilfen über Steuererleichterungen bis zur Kinderbetreuung. Pro Kind gibt der Staat demnach um 65 Prozent mehr Geld aus als im Jahr 2000. Die Inflation betrug im selben Zeitraum 34 Prozent.

Von 6,6 auf 9,9 Milliarden Euro

In Summe stiegen die Familienleistungen laut Wifo seit 2000 um 51 Prozent von 6,6 auf 9,9 Mrd. Euro. Die darin enthaltenen Ausgaben für Kinderbetreuung stiegen um 187 Prozent. Die Schwerpunkte haben sich dementsprechend in den vergangenen Jahren verschoben: Der Anteil der Ausgaben für Kinderbetreuung hat sich von 10,4 Prozent auf 19,8 Prozent nahezu verdoppelt - zulasten der Geldleistungen, deren Anteil von 74,1 auf 63,9 Prozent gesunken ist.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind die Familienausgaben von 3,1 auf 2,9 Prozent gesunken, seit 2008 ist das Niveau aber de facto stabil.