Politik | Inland
16.07.2018

Doskozil muss sich Stimmbänder operieren lassen

Nach einer hartnäckigen Entzündung muss sich Burgenlands künftiger SPÖ-Chef Doskozil einer OP an den Stimmbändern unterziehen

Man konnte es hören: Die Stimme von Landesrat Hans Peter Doskozil war seit geraumer Zeit angeschlagen, klang heiser wie nach einer eben überstandenen hartnäckigen Erkältung. Auslöser für die „Reibeisen-Stimme“ war eine  Stimmbandentzündung des roten Spitzenmannes, der seit dem Flüchtlingsansturm im Spätsommer 2015 fast pausenlos  im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stand und Rede und Antwort stehen musste – erst als Landespolizeidirektor, danach als Verteidigungsminister und Wahlkämpfer vor der Nationalratswahl.


Jetzt nutzt Doskozil die politisch ruhigere Sommerzeit für eine nachhaltige Behandlung der Stimmband-Probleme. Schien zunächst noch ein Sprechtraining, das auch der Schonung der Stimmbänder  dienen sollte, ausreichend, wird  das Problem nun an der  Wurzel gepackt. Noch im Juli soll ein chirurgischer Eingriff an den Stimmbändern vorgenommen werden, wurde dem KURIER aus dem Büro des Landesrates für Finanzen, Kultur, Krankenanstalten und Straßenbau bestätigt: „Um die Heiserkeit zu behandeln, soll nach ärztlicher Beratung die Stimme bestmöglich geschont und ein Eingriff an den Stimmbändern durchgeführt werden“. In welchem Spital der Eingriff vorgenommen wird, stehe noch nicht definitiv fest.

 
Bis die Stimmbänder danach wieder kuriert sind, werde der Landesrat weiterhin Termine im Büro wahrnehmen, öffentliche Reden und PR-Termine jedoch weitestgehend vermeiden. „Ich werde mich die nächsten Wochen ein wenig zurücknehmen müssen, um die Stimme vollständig zu kurieren. Die Gesundheit ist das allerhöchste Gut“, sagt Landesrat Doskozil.

Damit sei auch gewährleistet, dass spätestens im September stimmlich wieder alles im Lot ist, denn am 8. September steht dem Wunschnachfolger von Landeshauptmann Hans Niessl  der nächste Karriereschritt ins Haus, beim  SPÖ-Landesparteitag in seinem Heimatbezirk Oberwart soll der Südburgenländer Doskozil Niessl an der Parteispitze ablösen. Anfang des kommenden Jahres dürfte Niessl dann auch den Landeshauptmannsessel an seinen früheren Büroleiter übergeben.