Manfred Haimbuchner (l.)  und Heinz-Christian Strache.

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FPÖ
12/19/2016

Distanz zu AfD? Strache und Vilimsky widersprechen Haimbuchner

Haimbuchner hatte im KURIER eine größere Distanz der FPÖ zu AfD und Co. in Sachen EU gefordert, das wollen die Parteigranden so nicht stehenlassen.

Ein KURIER-Interview mit dem oberösterreichischen FPÖ-Parteiobmann Manfred Haimbuchner hat innerhalb der FPÖ offenbar einigen Staub aufgewirbelt. Haimbuchner sprach sich dafür aus, auf Distanz zur AfD und zu Le Pen zu gehen. "Übertriebene Freudenbekundungen aus dem Ausland schaden uns. Vor allem von jenen, die undifferenzierte Haltungen zur EU haben. Ob das nun die AfD oder Marine Le Pen sind. Das schreckt so manche ab. Wir müssen hier schon klar und deutlich sagen, dass wir einen anderen Standpunkt zur EU haben", so Haimbuchner im KURIER.

Der Landeshauptmannstellvertreter in Oberösterreich hat das Interview zum Nachlesen auch auf seine Facebook-Seite gestellt.

Dem widerspricht jetzt Heinz-Christian Strache via Facebook und vermutet, dass Haimbuchner falsch zitiert wurde: "Die FPÖ steht nämlich voll und ganz zu ihren europäischen Partnerparteien und zur europäischen Fraktion im EU-Parlament. Dies ist auch ein einstimmiger Beschluss des FPÖ-Bundesparteivorstandes und Teil des erfolgreichen Weges der FPÖ. Die FPÖ geht daher sicher nicht auf Distanz zur AfD und Marine Le Pen! Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir in allen inhaltlichen und programmatischen Punkten übereinstimmen!"

CSU kein Partner

Auch Haimbuchners Feststellung, dass man sich überlegen solle, ob der Standpunkt der FPÖ nicht einer ist, wie jener der bayerischen CSU widerspricht Strache: "Die katastrophale CDU/CSU-Merkel-Regierungspolitik ist mit Sicherheit kein Vorbild für die FPÖ! Und die CSU in Bayern hat bei dieser unverantwortlichen "Willkommenspolitik" mitgespielt!"

Auch FPÖ-Europaabgeordneter Harald Vilimsky stellt sich gegen die Position Haimbuchners. "Sowohl die FPÖ-Delegation im Europaparlament wie auch die Bundespartei arbeiten bestens mit all unseren EU-Partnern zusammen. Diese sehr erfolgreiche Kooperation basiert auf Basis einstimmiger Beschlüsse in allen zuständigen Gremien der FPÖ und ist somit auch nicht in Zweifel zu ziehen", so Vilimsky. Was die CSU betrifft, gäbe es keinen Wunsch nach Annäherung.

Vilimsky: „Wir arbeiten lieber mit Powerfrauen wie Marine Le Pen und Frauke Petry zusammen als mit FPÖ-Hassern vom Schlage eines Manfred Weber (CSU-Politiker und Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei, Anm.).“

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