Kind beim Corona-Test

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Politik Inland
02/02/2021

Die neuen Testregeln für Schüler, Lehrer, Friseure und deren Kunden

Solange es nicht genug Impfstoff gibt, kommt dem Testen entscheidende Bedeutung zu.

von Daniela Kittner

An das regelmäßige Testen haben sich viele Menschen inzwischen gewöhnt – und das ist gut so. Solange große Teile der Bevölkerung nicht durch Impfen immunisiert sind, ist das Testen die einzige Möglichkeit, um auch ohne kompletten Lockdown die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle zu halten.

Daher haben sich jene Bereiche, die am ehesten zu einer Lockerung anstehen, bereits auf regelmäßiges Testen vorbereitet.

Ein Test für das Fest

Testen von Schülern: Nach den Semesterferien, wenn die Volksschulen in den Präsenzunterricht zurückkehren, werden die Volksschüler montags und mittwochs einen sogenannten „Nasenbohrertest“ machen. Unter Aufsicht und Anleitung des Lehrpersonals und in der ersten Schulwoche auch unter Beisein der Eltern werden die Kinder den Selbsttest durchführen. Kinder, die beim Testen nicht mitmachen, dürfen nicht in die Schule, sondern bekommen Arbeitspakete für zu Hause. Extra Distance-Learning gibt es für diese Kinder nicht, sie sind im „Homeschooling“.

In den Unterstufen und Oberstufen werden die Schüler ebenfalls montags und mittwochs getestet. Diese Schulstufen werden im Schichtbetrieb abwechselnd im Distance Learning und in der Schule unterrichtet, beim Schichtwechsel wird getestet.

Wer sich nicht testet, muss mit FFP2-Maske im Unterricht sitzen.

Testen von Lehrpersonal: 

Das Lehrpersonal muss sich ein Mal wöchentlich testen lassen, und zwar in den Teststraßen des Bundeslandes. Darüber hinaus empfiehlt das Unterrichtsministerium, dass sich die Lehrer ein zweites Mal pro Woche selbsttesten, wenn sich auch die Schüler in den Schulen testen. Wer sich nicht testen lässt, muss mit FFP2-Maske unterrichten.

Wien: Austria Center, Ernst-Happel-Stadion,  Stadthalle, Schule Erlaaer Schleife, Schloss Schönbrunn (ab Donnerstag); www.coronavirus.wien.gv.at

Niederösterreich:120 Standorte für Antigen-Tests,  www.testung.at

Burgenland: 7 Stationen,  www.burgenland.at/coronavirus/coronatest/

Oberösterreich: 45 Teststandorte,  Anmeldung  www.oesterreich-testet.at

Steiermark: 22 Teststraßen, www.oesterreich-testet.at 

Salzburg: 23  Teststationen (auch temporäre), www.salzburg-testet.at 

Tirol: 15 Stationen, www.tiroltestet.leitstelle.tirol

Kärnten: 25 Stationen in 12 Orten, www.oesterreich-testet.at

Vorarlberg: 7 Gemeinden,  www.vorarlbergtestet.lwz-vorarlberg.at
 

Testen in Kindergärten: 

Das Bildungsministerium hat 20 Millionen Selbsttests beschafft. Das reicht, um auch das Kindergartenpersonal zu testen. Das Bildungsministerium stellt die Tests zur Verfügung, sofern die Bundesländer diese für ihre Kindergärten anfordern.

Das Testen von Kindergartenkindern ist nur in der obersten „Altersstufe“, also mit fünf, sechs Jahren sinnvoll, sagen Experten.

Testen der Dienstleister: 

Die körpernahen Dienstleister – Friseure, Masseure, Fußpfleger etc. – müssen sich wie die Lehrer regelmäßigen Berufsgruppentests in den Teststraßen unterziehen.

Testen der Kundschaft: 

Die körpernahen Dienstleister dürfen zwar aufsperren, aber es wird auch eine Testpflicht für die Kundschaft eingeführt. Wer zum Friseur geht, braucht einen negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Shoppingcentern, Museen und Tiergärten sind keine Tests vorgeschrieben.

Österreich Testsieger

Insgesamt hat sich Österreich in den letzten vierzehn Tagen zum Europameister beim Testen entwickelt. Laut einer Statistik des Bundeskanzleramts gab es in Österreich pro 100.000 Einwohnern in den letzten beiden Wochen 12.918 Tests. Auf Platz 2 liegt Dänemark mit 12.858 Tests.

Oswald Wagner, Professor von der MedUni-Wien, unterstreicht die Notwendigkeit des Testens: Ziel sei, einmal pro Woche alle Österreicher durchzutesten.

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