Das Staatsarchiv und die geheimste Kammer der Politik

Das Staatsarchiv und die geheimste Kammer der Politik
Speicher statt Schredder: Der Nachlass von Kanzlern und Ministern ist 25 Jahre lang streng unter Verschluss.

Wenn es einen Ort gibt, an dem die Geheimnisse von Politikern sicher sind, dann liegt er im Inneren eines weißen Gebäudes mit braunen Fenstern und orangefarbenen Rollläden in der Nottendorfer Gasse in Wien-Erdberg.

Genauer gesagt ist es ein gesonderter Speicher im Österreichischen Staatsarchiv – und er ist so geheim, dass die meisten Mitarbeiter nicht einmal wissen, wo er genau liegt. Einen Schlüssel haben nur drei Menschen auf der Welt – einer davon ist Generaldirektor Manfred Fink.

Sein Reich ist gerade in aller Munde. Es ist jener Ort, den Ex-Kanzler Sebastian Kurz bis dato gemieden hat. Als einziges Regierungsmitglied hat er noch kein Material aus seinem Kabinett abgeliefert. Daten aus dem Bundeskanzleramt landeten stattdessen im Schredder, wie der KURIER am vergangenen Samstag exklusiv berichtete.

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