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SPÖ Kärnten
07/17/2013

Causa Top Team ist für FPÖ nur die „Spitze des Eisberges“

Neue Vorwürfe gegen Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser.

Werden Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und seine zweite Stellvertreterin Gaby Schaunig von der Vergangenheit eingeholt? Oder ist es eine Schmutzkübelkampagne, mit der die Blauen von ihren Problemen ablenken wollen?

Gegen beide SPÖ-Spitzenpolitiker ermittelt, wie berichtet, die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in der Causa Top Team. Die beiden sowie auch die damaligen Regierungsmitglieder Reinhart Rohr und Wolfgang Schantl hätten 2008 und 2009 Aufträge an die parteieigene Werbeagentur von insgesamt 390.000 Euro vergeben. So heißt es in einer Anzeige des heutigen FPÖ-Klubobmannes Christian Leyroutz im Auftrag der damaligen FPK-Regierung. Und zwar ohne Ausschreibung, denn kein Auftrag habe die 40.000-Euro-Grenze überschritten.

Kaiser hat das immer entrüstet zurückgewiesen. Jetzt soll es einen Zeugen geben, der ihn massiv belastet. „Er soll aus dem engsten Umfeld des Landeshauptmannes kommen“, sagt Leyroutz zum KURIER. Kaiser dementiert und bezieht sich auf eine Nachfrage bei der WKStA, wonach es keine neuen Zeugen gebe. Deren Sprecherin Eva Habicher sagte auf KURIER-Anfrage: „Die Erhebungen des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung sind praktisch abgeschlossen. Wir erwarten noch im Sommer den Endbericht, der danach rechtlich beurteilt wird.“ Für den Fall einer Anklage hat Kaiser seinen Rücktritt angekündigt.

Schaunig im Visier

Für Leyroutz ist die Causa Top Team nur die Spitze des Eisberges: „Schaunig hat sich noch einer anderen Agentur bedient, die über eine Million Euro an Landesaufträgen bekommen hat. Ich werde das jetzt zur Anzeige bringen.“ Dabei habe es ebenfalls keine Ausschreibung gegeben: „Das ist klassische Untreue.“

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