Politik | Inland
02.10.2017

Burgenland-Wahl: Wahlanfechtung in Deutschkreutz

ÖVP-Landesgeschäftsführer sieht Ungereimtheiten bei über 100 Wahlkarten. Experten: Keine Rückschlüsse auf Nationalratswahl.

Die ÖVP wird die Kommunalwahl in Deutschkreutz anfechten, kündigte Landesgeschäftsführer Christoph Wolf am Montag in Eisenstadt an. Bei dem Urnengang habe es "Ungereimtheiten bei über 100 Wahlkarten" gegeben, so Wolf: "Unsere Ortspartei wird heute noch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft, aber auch an die Landeswahlbehörde schicken, um dort Klarheit zu bekommen".

Auf den beanstandeten Stimmzetteln sollen die Kreuze gleich aussehen. Die Einspruchsfrist laufe noch bis nächste Woche. "Die Behörden werden dann klären, was es auf sich hat, ob alles rechtens war und ob das Wahlergebnis auch dementsprechend richtig ist", sagte Wolf.

Experten: Keine Rückschlüsse auf NR-Wahl

Die am Sonntag geschlagene Bürgermeister-und Gemeinderatswahl im Burgenland lässt keine Rückschlüsse auf die bevorstehende Nationalratswahl zu. Dafür wären die Veränderungen bei der Kommunalwahl zu gering gewesen, erklärten von der APA befragte Experten am Montag einhellig.

Ein Trend hätte nur abgeleitet werden können, wenn sich die Ergebnisse im Vergleich zur Gemeinderatswahl 2012 deutlicher verändert hätten, meinte OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Die Wähler würden ganz klar zwischen Kommunal- und Nationalratswahlen unterscheiden und unterschiedliche Entscheidungen treffen, erklärte auch Meinungsforscher Peter Hajek.

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