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Politik Inland
03/31/2021

Aufholbedarf wegen Corona: Sommerschule wird auf Oberstufe ausgeweitet

Angebot ist kostenlos, freiwillig und findet in den letzten beiden Ferienwochen statt.

Die heurige Sommerschule in den letzten beiden Ferienwochen wird auch auf AHS-Oberstufen und berufsbildende mittlere und h├Âhere Schulen (BMHS) ausgeweitet. Das sieht eine von Bildungsminister Heinz Fa├čmann (├ľVP) erlassene Verordnung vor. In Wien, Nieder├Âsterreich und dem Burgenland startet die nach wie vor freiwillige und kostenlose Sommerschule am 23. August, in den restlichen L├Ąndern am 30. August.

Bei der Premiere im Vorjahr haben rund 24.000 Sch├╝ler teilgenommen. Allerdings war die Sommerschule damals noch auf das Fach Deutsch bzw. die Volksschulen, AHS-Unterstufen und Mittelschulen beschr├Ąnkt.

Aufholbedarf

Heuer soll das Projekt wesentlich breiter aufgezogen werden: Teilnehmen k├Ânnen Sch├╝ler, die dem Unterricht aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht ausreichend folgen k├Ânnen (au├čerordentliche Sch├╝ler) sowie Sch├╝ler bis zur neunten Schulstufe, die in Deutsch oder Mathematik Aufholbedarf haben.

Dazu kommen Sch├╝ler ab der 9. Schulstufe, die "entweder einen Aufholbedarf in zumindest einem Pflichtgegenstand aufweisen" oder die bei einer ├╝ber das Wesentliche hinausgehenden Vertiefung der Lehrinhalte unterst├╝tzt werden sollen. An Bildungsanstalten f├╝r Elementarp├Ądagogik kann der Aufholbedarf auch im Erbringen bzw. Nachholen von Praktika bestehen.

Unterschied zwischen der Sommerschule im Pflichtschul- und im Oberstufenbereich: F├╝r die j├╝ngeren Kinder kann die Sommerschule auch standort├╝bergreifend stattfinden. Die Oberstufenschulen k├Ânnen dagegen nur f├╝r ihre eigenen Sch├╝ler in den letzten beiden Ferienwochen aufsperren - Voraussetzung ist, dass sich mindestens acht Sch├╝ler daf├╝r angemeldet haben.

"Sprachsensibler" Unterricht

Auf dem Programm der Sommerschule k├Ânnen Unterricht in den Pflichtgegenst├Ąnden, "sprachsensibler" Unterricht unter Bezug auf Unterrichtsgegenst├Ąnde, Bewegungseinheiten und die Arbeit an einem Sommerprojekt stehen.

Unterrichtet wird in Gruppen von acht bis 15 Personen jeweils vier Stunden am Vormittag an ausgew├Ąhlten Standorten. Wie im Vorjahr werden daf├╝r prim├Ąr Lehramtsstudenten eingesetzt, die daf├╝r mindestens f├╝nf ECTS-Punkte f├╝r ihr Studium erhalten. Unterst├╝tzt werden sie von Lehrern, die daf├╝r ├ťberstunden ausbezahlt bekommen.

Mit einer Anmeldung (bis 20. Mai m├Âglich) wird die Teilnahme verpflichtend. Kinder, die dann nicht erscheinen, brauchen wie w├Ąhrend des regul├Ąren Schuljahrs also einen Entschuldigungsgrund. Benotet werden die Sch├╝ler nicht. Wer allerdings aktiv am Unterricht teilgenommen hat, erh├Ąlt eine Best├Ątigung dar├╝ber und kann damit auf eine bessere Beurteilung der Mitarbeit im kommenden Schuljahr hoffen.

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