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Politik | Inland
06/19/2019

Anklagen gegen Spitzenbeamte des Innenressorts nun bestätigt

Die beiden Sektionschefs sollen aus öffentlichem Geld Spenden an ihnen nahestehende Organisationen verteilt haben.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Untreue gegen zwei ranghohe Beamte im Innenministerium. Der KURIER hat das bereits berichtet. Zwei Sektionschefs sollen den Wiener Stadterweiterungsfonds um 1,1 Millionen Euro bewusst geschädigt haben, indem sie aus öffentlichem Vermögen Spenden an ihnen nahestehende Organisationen verteilt haben, wie nun auch Ö1 den KURIER-Bericht bestätigte.

100.000 Euro an Opus-Dei-Freund?

Die zwei Sektionschefs, für die die Unschuldsvermutung gilt, sollen den Organisationen, denen sie Spenden zukommen haben lassen, nahe stehen. Die beiden Beamten, die vorerst keine Stellungnahme abgeben wollten, haben 2013 das Ritterkreuz des päpstlichen Silvesterordens verliehen bekommen.

Die Ermittlungen wurden durch einen Rechnungshofbericht 2013 ausgelöst. Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hatte der Justiz vergangene Woche vorgeworfen, das Verfahren verschleppt zu haben. Knapp eine Woche später wurden die Anklagen nun öffentlich gemacht.