Hygiene: Schutz vor Wurm und Parasit

Babybauch und Katze: Der werdende Vater macht’s Kisterl.
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Katzen sind von Natur aus überaus reinlich.

Bis zu fünf Stunden täglich putzen sie ihr Fell, ihr kleines und großes Geschäft verrichten sie weit entfernt von Futterplatz und Schlafstelle. Trotzdem können sie sich Würmer einhandeln, trotzdem sind sie nicht gefeit gegen Parasiten.

Die Übertragung von Krankheiten Katze-Mensch kann unangenehm sein, in Einzelfällen sogar bedrohliche Auswirkungen haben. "Vorsicht ist angebracht, Panik nicht", sagt KURIER-Tiercoach Dagmar Schratter. Hygienische Maßnahmen schützen am besten.

Schon kleine Kinder müssen lernen, nach dem Kontakt mit der Katze die Hände gründlich zu waschen - zumindest vor jeder Mahlzeit. Das beugt einer Wurminfektion vor.

Toxoplasmose

"Schwangere haben oft Angst vor Toxoplasmose", erwähnt die Expertin eine weitere Zoonose. Die Katze infiziert sich beim Fleischfressen mit dem Einzeller und scheidet dann die Eier der Parasiten aus. Bei gesunden Menschen bleibt eine Übertragung durch den Kot meist unbemerkt, der Zweibeiner wird gleichzeitig immunisiert. "Bei einer Erstinfektion einer Schwangeren kann es zur Schädigung des Embryos kommen, die Parasiten können zudem zu einer Fehlgeburt führen", sagt der KURIER-Tiercoach. Die Übertragung von Toxoplasma gondii durch Katzen sei aber überaus selten, viel öfter wären Obst, Gemüse und Fleisch die Ursache.

Aufgrund des Toxoplasmose-Screenings im Rahmen des Mutter-Kind-Passes ist die Häufigkeit der pränatalen Infektionen auf ein bis zwei Fälle pro 10.000 Schwangerschaften gesunken. Auch Schratter ist überzeugt: "Die werdende Mutter soll dem Mann die Katzentoilette überlassen oder beim Kisterl-Putzen Handschuhe tragen. Die Katze wegen eines Babys wegzugeben, ist nicht notwendig."

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(kurier) Erstellt am
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