Hinrichtung vor laufender Kamera

Das Tierbetäubungsmittel Pentobarbital kommt derzeit in Teilen der USA bei Hinrichtungen zum Einsatz.
Foto: AP/DAVID J. PHILLIP

In den USA wurde seit fast 20 Jahren wieder eine Exekution gefilmt. Dabei kam auch ein Tierbetäubungsmittel zum Einsatz.

Im US-Bundesstaat Georgia wurde am Donnerstag vor laufender Kamera ein Todesurteil vollstreckt. Der wegen Mordes an seinen Eltern und seiner Schwester verurteilte 37-Jährige starb durch eine Giftspritze. Es ist das erste Mal seit fast 20 Jahren, dass in den USA eine Hinrichtung gefilmt wurde.

Andrew Grant DeYoung wurde mit einem tödlichen Cocktail aus drei Wirkstoffen hingerichtet, der auch das Tierbetäubungsmittel Pentobarbital enthielt. Dieses kommt zurzeit in mehreren Bundesstaaten bei Exekutionen zum Einsatz. Grund sind Lieferschwierigkeiten bei dem bisher verwendeten Medikament Thiopental.

Sicherheitsbedenken

Die Anwälte eines anderen Todestrakt-Insassen hatten die Aufzeichnung der Hinrichtung auf Video durchgesetzt, um Beweise für Probleme mit Pentobarbital zu sammeln. Die Behörden von Georgia hatten zunächst versucht, die Aufzeichnung wegen Sicherheitsbedenken zu verhindern. Doch das Oberste Gericht in dem Bundesstaat gestattete die Aufzeichnung.

Zuletzt war 1992 eine Hinrichtung in einer Gaskammer in Kalifornien aufgezeichnet worden. Später wurde diese Hinrichtungsmethode in dem Bundesstaat untersagt.

(apa / aho) Erstellt am
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