Filzmaier: 30 Prozent für Stronach seien absurd

Frank Stronach
Foto: Magna Frank Stronach.

Wahlziel sei laut Experten nicht erreichbar. Chancen in Kärnten werden ihm aber eingeräumt.

20 bis 30 Prozent – so viel möchte Frank Stronach bei der Nationalratswahl 2013 erreichen. Und den Bundeskanzler soll seine Wahlbewegung auch gleich stellen – ambitionierte Ziele, die laut Experten aber nicht erreichbar sein dürften.

Politologe Peter Filzmaier findet die Stronach-Ansage "absurd" und "illusorisch": "Da müssten schon alle anderen Parteien durch Skandale völlig implodieren."

Auch OGM-Meinungsforscherin Karin Cvrtila meint: "Das ist das Spiel: Wünsch dir was?" Auch wenn man sehr optimistisch sei, müsse man sagen: "Das wird es nicht werden."

"Unsinnig" sei, dass Stronach selbst "vor wenigen Tagen noch von zehn Prozent als Wahlziel gesprochen hat" – und jetzt plötzlich von 20 bis 30, befindet Filzmaier.

Eine genaue Wahlprognose will Meinungsforscherin Cvrtila nicht abgeben. Man wisse derzeit ja noch nicht genau, mit welchem Programm und mit welchen Personen Stronach letztendlich antreten wird.

Landtagswahl

Antreten könnte die Stronach-Partei auch bei der Landtagswahl in Kärnten. Der Austro-Kanadier und Neo-Politiker will die Entscheidung aber seinem Kärntner Mitstreiter und Ex-SPÖ-Mandatar Gerhard Köfer überlassen. Sollte die Stronach-Truppe in den Landtagswahlkampf einsteigen, stünden die Chancen nicht schlecht, meinen die Experten. Filzmaier erklärt im KURIER-Gespräch, dass "etwa die Hälfte der Wähler unentschlossen" sei oder "keine der bestehenden Parteien wählen will".

Da nicht alle aus dieser Gruppe den Urnen fernbleiben werden, gebe es für neue Parteien die Chance in den Landtag einzuziehen. Wem könnten Köfer und Stronach schaden? Filzmaier: "Vor allem Stimmen der FPK und der ÖVP sind auf dem Markt." Dieser Ansicht ist auch Cvrtila. Sie schließt aber nicht aus, dass Ex-SPÖ-Mann Köfer in seiner Heimatregion Spittal/Drau auch rote Stimmen lukrieren könnte.

(kurier) Erstellt am
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