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Politik
12/05/2011

Elite bringt Wohlstand

Österreichische Politiker mögen Elite-Unis. Vorerst nur, um sie zu besichtigen.

von Helmut Brandstätter

Reisen bildet. So gesehen war die Kritik am Großaufgebot der österreichischen Politik in New York kleinlich und populistisch. Politiker sollten viel mehr Zeit im Ausland verbringen, um dort zu lernen.

Bundeskanzler Werner Faymann hat in Kalifornien die Elite-Uni Caltech (California Institute of Technology) besucht. Die Studiengebühr beträgt 36.000 Dollar jährlich, allerdings erhalten zwei Drittel der Studenten ein Stipendium. Caltech hat in den vergangenen 100 Jahren 32 Nobelpreisträger hervorgebracht. Das waren nicht alles Kinder von Uni-Professoren, da waren auch Arbeiterkinder dabei, wie Carl Anderson, dessen Vater die Familie mit Reinigungsarbeiten durchbrachte. Studiengebühren sind nur dann eine Hürde, wenn es keine Stipendien gibt. Und es würde vor allem die sogenannten Reichen treffen, wenn sie ihren Kindern das Studium zahlen würden. Eine Reichensteuer sozusagen.

Wenn wir im kleinen, rohstoffarmen Österreich den Wohlstand sichern wollen, müssen wir mit den Besten der Welt mithalten. Die rund 140 Millionen Euro, die IST Austria, das Spitzeninstitut zu Grundlagenforschung in Maria Gugging, erhalten hat, waren gut investierte Millionen. Wir brauchen mehr Elite-Unis. Hoffentlich bildet Reisen.

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