Politik
05.12.2011

Das muss man beim Aquarium beachten

"Bei der Aquaristik spielt man mit einem Ökosystem", sagt Anton Weissenbacher, Fische-Experte aus dem KURIER-Tiercoach-Team.

Der Goldfisch ist die älteste Zierfischart der Welt. Er wurde für die Betrachtung von oben gezüchtet. Schillernde Farben und ausgeprägte Körpermerkmale kamen in den Porzellanschalen vergangener Jahrhunderte wunderbar zu Geltung. Die Haltung im Glasbehälter erfreut sich heute größter Beliebtheit.

"Bei der Aquaristik spielt man mit einem Ökosystem", sagt Anton Weissenbacher, Fische-Experte aus dem KURIER-Tiercoach-Team. Tiere, Pflanzen und Technik müssen aufeinander abgestimmt sein, damit der Ausschnitt aus der Natur daheim ins Gleichgewicht kommt und stabil bleibt. Goldfische sind robust, aber keineswegs anspruchslos.

"Bei der Ausstattung des Aquariums sollte man nicht sparen", sagt Weissenbacher: "Das Becken sollte 100, besser mindestens bis 200 Liter fassen. Kleinere Systeme sind etwas für Spezialisten."

Filter

Goldfische lieben Verstecke unter Steinen und kleine Höhlen. Wasserpflanzen mit derben Blättern halten den Allesfressern stand. "Goldfische sind schlechte Nahrungsverwerter, sie haben einen hohen Umsatz und produzieren viel Kot", sagt Weissenbacher. Nur ein großer Filter wird damit fertig. Für die Beleuchtung gibt es Richtlinien.

Das Ökosystem unter Wasser ist sensibel: "Lassen Sie das neu eingerichtete Aquarium drei Wochen stehen", erklärt der Experte. Treiben die Pflanzen aus, haben sie die Umsiedelung gut überstanden. Passt die Wasserqualität (spezielle Messstäbchen geben Auskunft), können die Goldfische in ihr neues Reich eintauchen. Jetzt sind nur noch kleine Eingriffe empfehlenswert. Regelmäßiges Füttern mit Flockennahrung aus dem Fachhandel versteht sich von selbst.

Eine Herausforderung ist die Überwinterung: "Das Aquarium sollte an einem Ort mit einer gewissen Abkühlung stehen", sagt der Experte aus dem KURIER-Tiercoach-Team. Die Alternative ist die Umsiedlung der Goldfische in ein zweites Winter-Aquarium, etwa im Keller. Futter alle vier Tage reicht dann, das Goldfischleben geht in der kalten Jahreszeit gegen null. Trotzdem warnt Weissenbacher: "Die Wintersituation sollte sich nicht drastisch vom Sommer unterscheiden."

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