Politik 25.12.2011

Brennende Tannen: Alle Jahre wieder ...

© Bild: Feuerwehr Schwaz

Zahlreiche Brände hielten die Feuerwehren zu Weihnachten in Atem. Vor allem vergessene Kerzen oder Sternspritzer waren die Auslöser.

Brände haben am Heiligen Abend und am Christtag den österreichischen Feuerwehren zahlreiche Einsätze beschert. Grund für die Feuer waren meist vergessene Kerzen, trockene Adventkränze oder Sternspritzer auf Christbäumen. In Wien kamen bei den Bränden zwei Menschen ums Leben, in den Bundesländern wurden mehrere Menschen verletzt.

Bei zwei Wohnungsbränden sind in Wien in der Nacht auf den Sonntag zwei Personen ums Leben gekommen. Zunächst wurde die Feuerwehr nach 23.00 Uhr in die Hernalser Hauptstraße gerufen. Nach den Löscharbeiten fanden die Rettungskräfte mittels Wärmebildkamera eine verkohlte Leiche. Gegen 1.45 Uhr rückte dann die Feuerwehr in die Dominik-Wölfel-Gasse (Floridsdorf) aus. Die Wohnungsinhaberin konnte nur noch tot geborgen werden. Der Lebensgefährte wurde im Stiegenhaus vorgefunden und an die Rettung übergeben.

In Ebreichsdorf in Niederösterreich (Bezirk Baden) haben auch Brände am Heiligen Abend bzw. am Christtag in den frühen Morgenstunden zwei Verletzte gefordert. Im ersten Fall hat ein Christbaum in einem Einfamilienhaus durch einen Sternspritzer zu brennen begonnen. Ein Familienvater verletzte sich bei den Löschversuchen. Die Mutter brachte die beiden Kinder und sich selbst in Sicherheit. Der zweite Einsatz betraf eine Küche eines Mehrparteienobjektes. Verletzt wurde niemand.

In der Stadt Salzburg musste die Feuerwehr am Heiligen Abend zweimal ausrücken, um Wohnungsbrände zu löschen. Ursache des Feuers waren aber keine brennenden Christbäume. Ein defekter Kühlschrank löste vermutlich gegen 18.50 Uhr den Brand in einem Mehrparteienhaus im Stadtteil Liefering aus. Ein Bewohner erlitt bei Löschversuchen Verbrennungen zweiten Grades, seine Lebensgefährtin wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Im Stadtteil Schallmoos fing ein Vorhang Feuer, weil offenbar eine Katze eine Kerze umgeworfen hatte. Die Katze und ein Hund, die sich in der Wohnung befanden, wurden gerettet.

In der Steiermark waren brennende Adventkranzkerzen am Heiligen Abend für drei Feuer verantwortlich. Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Großradl bei Eibiswald (weststeirischer Bezirk Deutschlandsberg) hatte gegen 11.00 Uhr offenbar der trockene Adventkranz in der Küche Feuer gefangen. Die Flammen griffen von der Arbeitsplatte auf den Dunstabzug, den Küchenverbau und die Holzdecke über. Wegen Sauerstoffmangel erlosch das Feuer aber von selbst.

Zu Mittag kam es dann in Graz in einem Einfamilienhaus am Mittergrabenweg aus dem gleichen Grund zu einem Feuer. Die Hausbewohnerin, eine Pensionistin, wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung mit einem Rettungswagen ins nahe LKH gebracht. In den Nachmittagsstunden des Heiligen Abends hatte ein Grazer in seinem Haus in der Steinbergstraße die Kerzen am Adventkranz entzündet, aber vergessen, sie auszublasen, als er das Haus verließ.

Auch in Oberösterreich haben mehrere Brände zu Weihnachten die Feuerwehren in Atem gehalten. Am Heiligen Abend zündete eine 28-jährige Kellnerin in Wels einen Sternspritzer auf dem Christbaum im Wohnzimmer an. Kurz bevor er abgebrannt war, ging der Ast darüber in Flammen auf. Die Frau und ihr Vater kämpften vergeblich mit Wasser und einem Feuerlöscher dagegen an. Die beiden mussten aus der Wohnung flüchten. Die Freiwillige Feuerwehr Wels kam zu Hilfe. Am Christtag kurz nach 4.00 Uhr wurde eine Familie in Bad Mühllacken im Bezirk Urfahr-Umgebung durch das Bellen ihres Hundes aus dem Schlaf geweckt. Eine unbeaufsichtigt brennende Kerze im Badezimmer im ersten Stock hatte einen Brand verursacht.

In Wiesen im Burgenland (Bezirk Mattersburg) ist es Samstagvormittag ebenfalls zu einem Zimmerbrand gekommen: Das auf einem Tisch abgestellte "Friedenslicht" fiel um und entzündete das Tischtuch. Daraufhin fingen auch Vorhang und Teppich Feuer. Der 64-jährige Hausbesitzer konnte das Feuer selbst löschen, die Feuerwehr musste nicht alarmiert werden. Verletzt wurde niemand.

In Vorarlberg sind Brände ebenfalls glimpflich verlaufen. Vermutlich durch einen Heizlüfter war am Morgen des 24. Dezembers in einer Garage in Nüziders (Bezirk Bludenz) ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte das Feuer und die starke Rauchentwicklung rasch unter Kontrolle bringen. Ebenfalls glimpflich verlief ein Brand in einer Wohnung in Feldkirch, den ein Nachbar gegen 20.40 Uhr entdeckt hatte und der mit seinem Feuerlöscher vom Balkon aus erste Löschversuche unternahm. Ursache war offenbar eine brennende Kerze, die auf dem Balkon aufgestellt war.

Erstellt am 25.12.2011