Politik | Ausland
06.04.2017

Zum IS "bekehrter" Teenager gesteht geplantes Attentat auf Papst

An der Abschlussmesse zum Weltfamilientreffen 2015 in Philadelphia, bei der die Bombe explodieren sollte, nahm fast eine Million Menschen teil.

Ein heute 17-Jähriger US-Staatsbürger und IS-Anhänger hat vor einem Bundesgericht im Staat New Jersey gestanden, 2015 einen Mordanschlag auf Papst Franziskus geplant zu haben. Das geht aus einer in dieser Woche veröffentlichten Mitteilung des dortigen Justizministeriums hervor, berichtete Kathpress am Donnerstag.

Das Attentat sollte demnach während einer Papstmesse anlässlich des Weltfamilientages 2015 in Philadelphia stattfinden, bei der fast eine Million Menschen teilnahm.

Dem Angeklagten Ahmad Shakoor - der eigentlich Santos Colon heißt - drohen den Angaben zufolge bis zu 15 Jahre Haft.

Scharfschützen-Einsatz geplant

Sein Anschlagsplan habe sich auf den Einsatz einer Bombe sowie eines Scharfschützen gestützt. Beim Versuch, Letzteren zu engagieren, sei der Angeklagte in Kontakt zu einem verdeckten Ermittler des FBI gekommen und daraufhin festgenommen worden, hieß es. Der Sender ABC News berichtete, Shakoor sei ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt

Laut Medienberichten einigte er sich mit der Anklage darauf, nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt zu werden. Im Gegenzug habe die Staatsanwaltschaft dafür einige Anklagepunkte fallen gelassen, darunter den Vorwurf, er sei ein IS-Unterstützer und habe ein Blutbad anrichten wollen.

Wegen der besonderen Schwere des geplanten Anschlags wurden in dem Verfahren den Angaben zufolge auch Staatsanwälte der Nationalen Sicherheitsbehörde hinzugezogen.