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Putin in China: Militär, roter Teppich und Kinder mit Russland-Fahnen

Vor der Großen Halle des Volkes begrüßte Xi Jinping den Kremlchef mit militärischen Ehren und rotem Teppich.
Xi Jinping und Wladimir Putin schreiten vor einer Ehrenformation.

Zusammenfassung

  • Xi Jinping empfängt Wladimir Putin mit militärischen Ehren in Peking, wenige Tage nach Trumps Besuch.
  • Im Fokus stehen Gespräche über bilaterale Beziehungen, internationale Themen wie Ukraine und Iran sowie die Unterzeichnung von rund 40 Vereinbarungen.
  • Chinesische Staatsmedien betonen die gute Nachbarschaft und die neue Phase der Beziehungen zwischen China und Russland.

Wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Peking empfangen. Vor der Großen Halle des Volkes begrüßte Xi den Kremlchef am Mittwoch mit militärischen Ehren und rotem Teppich. Auf Bildern chinesischer Staatsmedien waren auch Kinder mit russischen und chinesischen Fähnchen zu sehen.

Putin war am Vorabend in Peking gelandet. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Gespräche über die Beziehungen zwischen China und Russland sowie internationale und regionale Fragen. Nach russischen Angaben ist auch ein Treffen der beiden Präsidenten bei Tee geplant. Auch die Unterzeichnung zahlreicher bilateraler Dokumente ist vorgesehen. Insgesamt sollen rund 40 Vereinbarungen unterzeichnet werden.

Ukraine und Iran dürften besprochen werden

Putins Besuch sorgt auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil Xi erst in der vergangenen Woche Trump in Peking empfangen hatte. Die Reise des russischen Präsidenten war nach Kremlangaben allerdings bereits zuvor geplant worden. Anlass ist auch der 25. Jahrestag des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Russland.

Zu den internationalen Themen dürften der Iran-Krieg und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine gehören. Ein weiteres wichtiges Thema dürfte die Energiezusammenarbeit sein. Russland wünscht seine Lieferungen nach China auszubauen. Dabei könnte auch die seit langem verhandelte Gaspipeline "Kraft Sibiriens 2" eine Rolle spielen, die russisches Gas über die Mongolei nach China bringen soll.

Staatsmedien betonen gute Nachbarschaft

Begleitet wurde der Besuch von demonstrativ freundlichen Kommentaren in chinesischen Staatsmedien. Die staatsnahe "Global Times" schrieb, Xi und Putin würden den Kurs für die Beziehungen in einer neuen Phase vorgeben. Die Zeitung hob die "dauerhafte gute Nachbarschaft" und verwies auf die mehr als 4.300 Kilometer lange gemeinsame Grenze.

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