Politik | Ausland
05.06.2018

Wladimir Putin bei Kurz: Der Liveticker durch den Tag

Russlands Präsident besucht Österreich. Kurier.at begleitet Sie mit allen Informationen durch den Tag.

Der russische Präsident Wladimir Putin besuchte heute Wien und traf dabei unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). 

Österreich will trotz der schwierigen Beziehungen zwischen der EU und Russland im Dialog mit Moskau bleiben und betont vor der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli die "Brückenfunktion" des Landes. Die schwarz-blaue Regierung setzt sich für eine schrittweise Aufhebung der EU-Sanktionen im Gegenzug zu Fortschritten im Ukraine-Friedensprozess ein. Speziell die mit der Putin-Partei verbandelte  FPÖ will die Reaktionen auf die völkerrechtswidrige Annektion der Krim-Halbinsel durch Russland möglichst bald beenden.

Anlass des Besuchs ist der 50. Jahrestag des ersten Gas-Liefervertrags zwischen der Sowjetunion und Europa. Die OMV zählt auch zu den Investoren des umstrittenen Pipelineprojekt Nord Stream 2 des russischen Gaskonzerns Gazprom, mit dem Gas unter Umgehung der Ukraine über die Ostsee nach Europa fließen soll.

Nach den Pressekonferenzen mit Van der Bellen und dann mit Kurz ging es für Putin weiter zum Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, wo er mit Außenministerin Karin Kneissl einen Kranz niederlegte. Anschließend besuchte er noch die Wirtschaftskammer und das Kunsthistorische Museum, wo Werke aus der Eremitage in St. Petersburg ausgestellt werden.

Die Live-Updates zum Putin-Besuch

  • 09:33

    Wer ist dieser Wladimir Putin eigentlich?

    Seit 19 Jahren ist Wladimir Putin in Russland an der Staatsspitze. Trotzdem ist erstaunlich vieles von ihm im Geheimen geblieben: Seine Finanzen und sein Privatleben sind Gegenstand von Spekulationen und genau kontrollierter Propaganda. Die Zügel der Macht hält er eisern in der Hand. Hier finden Sie unser aktuelles Porträt:

  • 11:03

    Erste Meldung: Putin verspätet sich um eine Dreiviertelstunde.

    Unser Fotograf Jürg Christandl hat dafür schon ein paar erste Putinfans in der Stadt entdeckt, die sich zu einer Demo gesammelt haben.

    4 slides, created on 05/Jun/2018 - 13:02:52

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  • 11:20

    Und wie meine Kollegin Birgit Seiser meldet, haben sich auch schon etwa 50 Leute zur Demo gegen den russischen Präsidenten eingefunden.

    Kontra-Putin Demo in Wien

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    Etwa 50 Personen waren um 13 Uhr am Heldenplatz für eine Demo gegen Wladimir Putin zusammen gekommen.

    Herbert Feigl unterstützt die Demo. Er ist seit mehreren Jahren in der Tschetschenischen Community. "Mir gefällt der Patriotismus. Aber Putin ist ein Kriegstreiber, da braucht man nur nach Syrien schauen. Ich glaube, dass die EU den Besuch in Österreich nicht gut findet."

  • 11:24

    In der Hofburg haben wir mit Kollegen Stefan Schocher auch jemanden platziert. Der meldet, dort steht die Garde bereits in Formation und die zum Schutz abgestellten Scharfschützen haben ihre Stellungen bezogen.

    Bilder vom Putin-Besuch aus der Hofburg

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    Unter strenger Beobachtung, damit dem Gast nichts passiert.

    Schön aufgefädelt.

    Die Garde steht schon bereit.

    Rund um die Hofburg haben sich einige hundert Schaulustige eingefunden.

    Tätätärrrääää.

  • 11:31
  • 11:36

    Putin ist mittlerweile gelandet. Seine Maschine hatte 20 Minuten Verspätung. Mit entsprechender Verzögerung aber doch demnächst sollte er von Alexander van der Bellen im Inneren Burghof der Hofburg (schöner Dreher!) empfangen werden.

  • 11:41

    Teilen Sie uns doch Ihre Meinung zum Besuch von Wladimir Putin per Twitter an @schaffertom mit. Womit würden Sie den russischen Präsidenten gerne konfrontieren? Spannende Wortmeldungen betten wir gerne hier im Ticker ein.

  • 11:49

    Schwitzende Journalisten

    Im Burghof presst es den Journalisten einige Schweißtropfen aus den Körpern, berichtet Kollege Schocher. Die Folgen eines langen Anmarsches bei schlechter körperlicher Kondition? Angst? Hitze? Wir können nur raten. ;)

  • 11:57

    Sie können den Empfang in diesem Livestream jetzt mitverfolgen.

    Präsident, Minister und Landeshauptleute stehen mitsamt Garde schon bereit für den hohen Gast.

  • 12:21

    Der Empfang

    Ein Trompetentröten und ein laut geschrieener Militärbefehl leiten die Ankunft Putins ein, als der aus seiner Kolonne steigt, Van der Bellen die Hand schüttelt und mit ihm Aufstellung für ein Foto nimmt.

    Das österreichische Militär lässt vor dem Gast salutieren, die russische Hymne wird gespielt und andächtig und ernst vom Präsidentenduo belauscht. Die österreichische Hymne wird gespielt und andächtig und ernst vom Präsidentenduo belauscht.

    Dann spazieren die beiden über den Roten Teppich zum Gruß vor die Garde, vor die politischen Vertreter und schließlich durch eine Tür aus unserer Sicht.

    Jetzt heißt es warten.

    Thiem gleicht derweil gegen Zverev zum 1:1 aus.

    Der Empfang Putins durch Van der Bellen im Burghof

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    "Hallo" - "Seas"

  • 12:26
  • 12:33

    Während wir gemeinsam warten,...

    ... lege ich Ihnen natürlich einen unserer vielen fantastischen Artikel aus unserer talentierten, hausinternen Schreibwerkstatt (vulgo: Redaktion) ans Herz.

    Bei diesem hier lernt man eine ganze Menge über Russland.

  • 12:39

    Tschetschenen, Ukrainer und Georgier schreien am Heldenplatz "Putin, du Mörder", meldet Kollegin Seiser. Die Befürworter des Gastes machen sich derweilen auf den Weg zum Schwarzenbergplatz: "Wir wollen die Ersten sein und ganz vorne stehen." Erst nach 18 Uhr wird Putin dort auftauchen.

    Außerdem hat die Kollegin beobachtet, dass die Garde heute auf bemerkenswerte Transportmittel setzt.

  • 12:50

    Eine Frage.

  • 12:55

    Le Pen, AfD, Lega, FPÖ. Wieso gibt es eigentlich so viele Kontakte zwischen Putins Russland und weit rechts stehenden, europäischen Parteien? Mit dieser Frage haben wir uns hier einmal auseinander gesetzt.

    (Tennis-Spoiler: Dominik Thiem gewinnt übrigens den ersten Satz gegen Sascha Zverev)

  • 13:22

    Ein Blick zu unseren rasenden Reportern.

    In der Hofburg vermeldet Kollege Schocher folgende Aktivität: "Warten." 

    Kollegin Seiser hat draußen derweilen mehr zu tun und sich mit einem heute gekommenen Putin-Gegner unterhalten.

    Vladimir V. Slisov sagt: "Ich bin Sowjetbürger. Putin hat der österreichischen Regierung zur Macht verholfen, so wie vielen anderen Rechten in Europa. Darum empfangen sie ihn so gerne hier. Aber in Russland verhungern die Menschen."

  • 13:31

    Putins Sprecher: "Über schwierige Themen wird gesprochen"

    "Österreich ist ein wichtiger Partner Russlands, das betrifft sowohl Investitionen als auch den politischen Dialog", sagte Wladimir Putins Sprecher Dmitri Peskow der APA exklusiv. Gespräche zwischen den beiden Ländern verliefen in ruhiger Atmosphäre und seien von Vertrauen geprägt, erklärte Peskow kurz nach dem Eintreffen des russischen Präsidenten am Dienstag in der Hofburg.

    "Das bedeutet aber nicht, dass Wien und Moskau schwierigen Themen ausweichen. Im Gegenteil darüber wird auch gesprochen. Aber in so einem Dialog lassen sich Entscheidungen besser finden", erklärte Putins Sprecher und verwies auf das 50. Jubiläum von sowjetischen Gaslieferungen nach Österreich als Anlass des Besuchs. (APA)

  • 13:36

    Der nächste Programmpunkt ist ein medienöffentlicher Auftritt von Putin und UHBP VdB

    Der Beginn wird wegen Putins anfänglicher Verspätung für 16:15 erwartet.

  • 13:50

    Einen eigenen Tweet war der Österreich-Besuch dem Putin noch nicht wert, aber das kommt - ganz sicher, bitte - noch.
  • 14:22

    Die Statements von Putin und Van der Bellen

    Offenbar hatte man sich viel zu sagen. Mit noch ein wenig mehr Verspätung als erwartet geht es los und die Präsidenten treten erstmals vor die Medien.