Atomgespräche mit Iran haben begonnen

Catherine Ashton
Sowohl der Iran als auch westliche Vertreter zeigten sich im Vorfeld optimistisch.

In Wie hat eine neue Runde der Atomgespräche mit dem Iran mit einem Treffen von Außenminister Mohammed Javad Zarif mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton begonnen. Erwartet wird bei den Verhandlungen der UNO-Vetomächte und Deutschland unter EU-Führung in Wien, die langwierige Vordebatte abzuschließen. Ab Mai könnte dann der Text für eine endgültige Einigung verhandelt werden.

Westliche Staaten werfen dem Iran vor, heimlich Vorbereitungen zum Bau einer Atombombe zu treffen. Die Führung in Teheran bestreitet das und beteuert, sein Atomprogramm ausschließlich zu zivilen Zwecken zu betreiben. Eine im November geschlossene Übergangseinigung ließ den Westen seine Wirtschaftssanktionen lockern, im Gegenzug fuhr der Iran sein Atomprogramm zurück.

In drei Verhandlungsrunden seit Februar reden der Iran und seine internationalen Gegenüber in Wien über ein Abkommen, dass dem Iran ein Anrecht auf ein eingeschränktes ziviles Nuklearprogramm einräumen könnte, im Austausch für ein Ende der Sanktionen, die vor allem die Öl- und Gasexporte des Iran empfindlich treffen.

Verhandler sind zuversichtlich

Bisher sickerte wenig über die Eckpunkte einer endgültigen Einigung nach außen, die Verhandler zeigen sich jedoch zuversichtlich. "Wir werden alle Diskussionen und Themen dieses Mal abschließen und damit den Weg bereiten, den endgültigen Entwurf im Monat Ordibehesht (ab 21. April, Anm.) zu schreiben beginnen", sagte Zarif am Montag nach seiner Ankunft in Wien. Zuvor sagte eine US-Unterhändlerin, man wolle bei der nächsten Gesprächsrunde im Mai mit dem Schreiben beginnen. Sowohl der Iran als auch westliche Vertreter zeigten sich optimistisch.

Zu den Knackpunkten für eine endgültige Einigung zählen unter anderem die Urananreicherungsanlagen des Iran, darunter auch ein unterirdischer Stützpunkt in Fordow, sowie die Plutoniumgewinnung am Standort Arak und das Raketenprogramm des Iran. Allerdings könnten auch andere Themen die Gespräche beeinflussen: Zuletzt sorgte etwa eine Verurteilung der Menschenrechtslage im Iran durch das EU-Parlament für Aufsehen. Das Parlament in Teheran drohte seinerseits deswegen mit dem Abbruch der Verhandlungen.

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