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Politik Ausland
05/03/2020

„Wetter ist Bedrohung“: Übervolle Parks in New York schüren Angst vor neuen Infektionen

New York erwacht - und damit nimmt die Sorge zu, dass die schwer vom Coronavirus getroffene Stadt wieder einen Rückfall erleiden könnte.

„Dieses Wetter ist eine ziemliche Bedrohung für uns“, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio in einem Radiointerview am Freitag. Ein Blick in die Parks der Stadt gab ihm recht: Das erste Maiwochenende ließ die öffentlichen Grünflächen überquellen – nach Wochen der Isolation zu Hause.

Viel mehr Infizierte als gedacht

Die Polizei, so berichtet der New York Times, war darum im Großeinsatz: Sie ermahnten die New Yorker, die Distanz zu wahren, gaben Masken aus und baten die Menschen, keine sportlichen Aktivitäten mit zu viel Nähe durchzuführen.

Die Stadt gilt als die am härtesten von der Pandemie getroffene der USA. Bis dato wurden mehr als 170.000 Fälle registriert, mehr als 13.000 Menschen starben. Zuletzt sind die Zahlen stark gefallen, allerdings geht man davon aus, dass deutlich mehr Menschen mit dem Virus infiziert waren und sind als in den offiziellen Statistiken auftauchen. Bereits jeder fünfte Mensch könnte mit dem neuen Coronavirus infiziert gewesen sein, geht aus neuen vorläufigen Zahlen einer ersten Antikörper-Studie hervor, die der Gouverneur des US-Bundesstaats, Cuomo, vorgestellt hat. In der Bronx, einem ärmeren Stadtteil New Yorks, waren es sogar 27,6 Prozent, also mehr als jeder Vierte. Im reicheren Manhattan fanden sich nur bei 17,3 Prozent der Getesteten Antikörper.

Treffen noch verboten

Im Staat New York sind nach wie vor nicht lebensnotwendige Treffen aus nicht triftigen Gründen verboten – Picknicks im Park würden da eigentlich dazu zählen. Gestraft wurde deshalb aber kaum, die Menschen wurden zumeist nur ermahnt. Bill de Blasio sagte, dass sich die „meisten New Yorker an die Regeln halten“. Die meisten seien ohnehin nur eine Runde spazieren gegangen und seien dann wieder nach Hause zurückgekehrt, so der Bürgermeister.

Geschäfte noch zu

Laut Gesundheitsexperten sind Treffen im Freien – also in Parks – deutlich weniger problematisch als solche im Inneren von Gebäuden. „Es gibt keinen Grund, warum eine Familie nicht im Park picknicken soll“, wird Epidemiologin Jennifer Nuzzo in der NYT zitiert.

Ähnlich wie in Wien wurden in der US-Metropole am Samstag Straßen für Fußgänger gesperrt. Die Geschäfte haben derzeit noch großteils zu, auch der öffentliche Verkehr wird so gut wie nicht benutzt.  

 

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