Vorwürfe gegen Küstenwache: Frau zum Sterben zurückgelassen?

A crew member of NGO Proactiva Open Arms rescue boat embraces an African migrant in central Mediterranean Sea
Die libysche Küstenwache soll eine Migrantin und ein Kind ertrinken, und eine weitere Frau zum Sterben zurückgelassen haben.

Schon am Dienstag hatte die spanische NGO "Proactiva Open Arms" schwere Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache erhoben: Sie habe eine Frau und ein Kind an Bord eines Fischerbootes sterben lassen, weil sie nicht in ein libysches Schiff einsteigen wollten, twitterte der Chef der Hilfsorganisation, Oscar Camps.

"Die libysche Küstenwache hat davon berichtet, 18 Menschen in einem Boot humanitäre Hilfe geleistet zu haben. Sie hat aber nicht gesagt, dass sie zwei Frauen und ein Kind an Bord des Bootes gelassen und dieses versenkt haben, weil die beiden nicht in das libysche Schiff einsteigen wollten", teilte weiter Camps mit.

Eine zweite Frau konnte aber von der NGO gerettet werden. Bilder von ihr gehen nun um die Welt.

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Die Frau sei 40-Jahre alt und heiße Josefa, teilt die Hilfsorganisation über einen Blog-Eintrag mit. Sie sei aus Kamerun geflüchtet, weil ihr Ehemann sie geschlagen habe. Nachdem sie zwei Tage und zwei Nächte auf dem Boot gewesen sei, hätten die Beamte der Küstenwache sie geschlagen und dann im Meer zurückgelassen.

Die libysche Küstenwache weist die Vorwürfe der NGO zurück. Die Küstenwache habe in den letzten Jahren unter schwierigen Bedingungen und Mängeln an Ausstattung über 80.000 Menschenleben gerettet und sich dabei an die internationalen Regeln zur Seerettung gehalten, heißt es.

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