Verkehr durch Hormus wird laut USA aufgenommen, Iran dementiert
Nach Angaben des Wirtschaftsberaters der US-Regierung, Kevin Hassett, werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen. Erste Öl-Tanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagt er dem US-Sender CNBC.
Er bekräftigt die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Zudem zeigt er sich überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen wird.
Die Blockade der Straße von Hormus kann nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araqchi aber nicht unabhängig vom Krieg Israels und der USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er UNO-Generalsekretär Antonio Guterres mitgeteilt, schrieb Araqchi auf Telegram. Zudem forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen. Zuvor hatte Bagdad mitgeteilt, Teheran könnte Bagdad die Fahrt durch Hormus ermöglichen.
Der irakische Ölminister Hayan Abdul Ghani al-Sauad erklärte der staatlichen Agentur INA zufolge: "Es besteht Kommunikation mit Iran bezüglich der Genehmigung der Passage einiger irakischer Öltanker." Dem TV-Sender al-Sharkija sagte er, seine Regierung habe bereits Signale erhalten, dass einigen Tankern die Durchfahrt erlaubt werden könnte. Für den Iran gilt der Irak als strategisch wichtiger Partner. Die Führung in Teheran hat großen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland, unter anderem durch mächtige, Iran-treue Milizen.
Die Straße von Hormuz, ein Nadelöhr zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten, ist eine wichtige Route für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas. Der Schiffsverkehr dort ist wegen des Iran-Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.
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