Politik | Ausland
17.05.2017

USA verlängern offenbar Ausnahmen bei Iran-Sanktionen

Laut Insidern werden die Sanktionserleichterungen verlängert, obwohl Trump das Atom-Abkommen als "schlechtesten Deal, der jemals verhandelt wurde" bezeichnete.

Trotz der Kritik von US-Präsident Donald Trump am Atomabkommen mit dem Iran wird die amerikanische Regierung Insidern zufolge in der Vereinbarung festgehaltene Sanktionserleichterungen verlängern. Die Regierung werde dies in Kürze offiziell mitteilten, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute US-Behördenvertreter am Mittwoch.

Es gehe um Ausnahmen, die dem Iran zugestanden worden seien als Teil des Abkommens, das Irans Atomaktivitäten einschränkt. Trump hat das vor knapp zwei Jahren unter seinem Vorgänger Barack Obama getroffene Atomabkommen als "den schlechtesten Deal, der jemals verhandelt wurde", bezeichnet. Seine Regierung hat auch deutlich schärfere Töne gegenüber dem Iran angeschlagen, unter anderem wegen dessen Unterstützung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Trumps erste Auslandsreise führt ihn nach Saudi-Arabien, wo er am Samstag mit Vertretern des Königshauses zusammenkommt. Saudi-Arabien ist ein wichtiger US-Verbündeter im Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" und zugleich regionaler Erzrivale des Iran.