Der britische Zerstörer British HMS Defender erreichte Batumi in Georgien

© EPA/VASIL GEDENIDZE/BRITISH EMBASSY IN GEORGIA HANDOUT

Politik Ausland
06/28/2021

USA und Ukraine starten Militärmanöver im Schwarzen Meer

Moskau ist nicht erfreut. Bereits in der Vorwoche gab es einen Zwischenfsall mit einem britischen Kriegsschiff.

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa hat ungeachtet der Kritik aus Russland das jährliche Seemanöver „Sea Breeze“ (Meeresbrise) begonnen. Das teilte die ukrainische Marine am Montag mit und veröffentlichte ein Video von der Eröffnung des Militärmanövers auf Facebook. In den kommenden zwei Wochen werden im nordwestlichen Schwarzen Meer Soldaten und Matrosen aus der Ukraine, den USA und weiteren knapp 30 Ländern üben.


Bei der Eröffnungszeremonie wertete der ukrainische Marine-Kommandant Alexej Neischpapa die Übungen als „starkes Signal zur Aufrechterhaltung von Stabilität und Frieden in der Region“. Das Manöver „Sea Breeze“ hat seit 1997 bereits 21 Mal stattgefunden. Es gilt im Ukraine-Russland-Konflikt als Rückendeckung des Westens für die Regierung in Kiew und wird von Moskau regelmäßig kritisiert. In diesem Jahr wird der Marine-Übung zudem besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Im Schwarzen Meer hatte es in der vergangenen Woche einen Zwischenfall zwischen russischen Streitkräften und der britischen Marine gegeben.


Während das Verteidigungsministerium in Moskau dabei von einer Verletzung russischer Hoheitsgewässer durch einen britischen Zerstörer und Warnschüssen sprach, wies London diese Darstellung zurück: Die „HMS Defender“ sei lediglich auf einer „friedlichen Durchfahrt durch ukrainische Gewässer“ gewesen. Der Zwischenfall ereignete sich vor der Küste der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland 2014 annektiert hatte.

„Sea Breeze 2021“ dauert bis 10. Juli

Das Manöver „Sea Breeze 2021“ soll bis zum 10. Juli dauern. US-Angaben nach sind etwa 5.000 Soldaten, rund 30 Schiffe sowie 40 Flugzeuge und Hubschrauber beteiligt. Trainiert werden unter anderem Landungsoperationen und Luftabwehr. Russland hatte die USA als Co-Gastgeber aufgerufen, auf das Manöver zu verzichten.

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