US-Präsident Barack Obama könnte bald wieder mit Kuba im telefonischen Kontakt stehen.

© REUTERS/KEVIN LAMARQUE

USA/Kuba
03/11/2015

USA und Kuba wollen telefonieren

Seit 1999 war die Telefonverbindung zwischen den Staaten völlig unterbrochen.

Die USA und Kuba haben nach mehr als 15 Jahren wieder direkte Telekommunikationsverbindungen hergestellt - wodurch das Telefonieren für Millionen Betroffene deutlich billiger werden kann. Wie die staatliche kubanische Telefongesellschaft Etecsa mitteilte, ist die direkte Leitung das Resultat einer Vereinbarung von Unternehmen beider Staaten.

Seit 1999 völlig gekappt

Die Telefonverbindungen zwischen Kuba und den USA waren seit den 60er-Jahren immer wieder zeitweise, seit 1999 völlig gekappt. Wie Etecsa weiter mitteilte, soll die direkte Kommunikationsverbindung zunächst nur für Telefongespräche reserviert sein. Durch die Verbindung werde "die Qualität der Kommunikation zwischen den Bürgern beider Länder" verbessert. Die Übereinkunft ist die erste zwischen kubanischen und US-Unternehmen, seit beide Staaten nach Jahrzehnten der Feindschaft im Dezember eine Annäherung verkündeten.

Vor Etablierung der neuen direkten Verbindung konnten Telefonate zwischen Kuba und den USA nur über Drittstaaten vermittelt werden. Dadurch wurden diese sehr teuer. Etecsa kündigte am Mittwoch allerdings noch keine Preissenkungen an. Die Zahl der Menschen, die von den direkten Verbindungen profitieren können, ist groß: Die US-kubanische Gemeinschaft wird auf mehr als zwei Millionen Menschen geschätzt.

Postverkehr obsolet

Einen direkten Postverkehr zwischen Kuba und den USA gibt es seit den 60er Jahren nicht mehr. Im Zuge der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen stellte die US-Regierung auch Exporterleichterungen für Telekommunikations- und Internettechnik in Aussicht, auch wenn das Wirtschaftsembargo noch nicht aufgehoben wird.

Die Erwartungen in der kubanischen Bevölkerung stiegen dadurch bereits enorm. Noch wird der Internetzugang in dem kommunistischen Inselstaat strikt kontrolliert, nur 3,4 Prozent der Haushalte verfügen über einen eigenen Zugang.

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