Politik | Ausland
28.08.2017

Trumps Firma soll Tower in Moskau geplant haben

Das Projekt eines Trump Tower in der russischen Hauptstadt während des US-Wahlkampfes könnte den US-Präsidenten in Erklärungsnot bringen.

Potentielle Verbindungen zwischen dem Trump-Team und Moskau - speziell während des US-Wahlkampfes 2016 - stehen seit Wochen im Fokus von US-Ermittlern. Ein aktueller Bericht der Washington Post könnte US-Präsident Donald Trump erneut in Erklärungsnot bringen. Die amerikanische Zeitung berichtet von einem Immobiliendeal in Moskau, der noch während des laufenden Wahlkampfes bearbeitet wurde.

Trumps Firma soll demnach bereits Ende 2015 und Anfang 2016 einen Trump Tower in Moskau geplant haben. Zu Beginn war Trump zwar noch nicht offizieller Kandidat der Republikaner, er hatte sich allerdings bereits um die Kandidatur beworben. Kurz vor den Vorwahlen der Republikaner im Jänner 2016 soll das Projekt dann aufgegeben worden sein. Eine unterschriebene Absichtserklärung soll es allerdings schon gegeben haben, mehr nicht.

Zudem soll ein in Russland geborener Bauunternehmer Trump via Mail aufgefordert haben für das Projekt nach Moskau zu kommen. Der Bauunternehmer soll versprochen haben Putin dazu bringen, "großartige Dinge" über Trump zu sagen. Die Reise fand aber nie statt.

US-Präsident Donald Trump hat wirtschaftliche Verbindungen nach Russland immer dementiert. Derzeit untersuchen eine Grand Jury, eingesetzt durch Sonderermittler Robert S. Mueller und diverse Ausschüsse des US-Kongresses den Einfluss Russlands auf die US-Präsidentschaftswahl und mögliche Verbindungen zu Trump und seinem Team. Die Washington Post will jedenfalls ihre Unterlagen den US-Ermittlern zukommen lassen.