Bereits im März zeigten KKK-Sympathisanten, für wen sie stimmen werden.

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US-Wahl
11/02/2016

Ku-Klux-Klan unterstützt Donald Trump

Die rassistische Organisation gibt eine Wahlempfehlung für Donald Trump ab. Dieser will das aber nicht.

Der Ku-Klux-Klan (KKK) ist wohl eine der bekanntesten rassistischen Organisationen der Welt. Und unterstützt nun Donald Trump. In der Klan-Zeitung The Crusader widmen die Rassisten dem republikanischen Kandidaten die gesamte erste Seite. Es sei zwar keine offizielle Hilfe, sagte Artikelautor Pastor Thomas Robb gegenüber der Washington Post, aber der Artikel soll die begeisterte Unterstützung für Trump ausdrücken.

White Power

In dem Artikel stellt sich der Autor die Frage, "was hat Amerika am Anfang groß gemacht?" und spielt damit auf Trumps Slogan "Make America Great Again" an. Die Antwort ist für den Klan ganz einfach: Amerika wurde nicht groß durch das, "was unsere Vorfahren gemacht haben - sondern durch das, was sie waren." Damit meint Robb sinngemäß, die Gründer waren weiße Christen und Amerika wurde als "weiße, christliche Republik" groß.

Distanzierung

Der Artikel kam beim Wahlkampfteam von Donald Trump allerdings nicht gut an: "Mr. Trump und sein Wahlkampfteam prangern jede Art von Hass an", hieß es in einem Statement. Der Artikel sei abstoßend und repräsentiere nicht die Millionen Amerikaner, die hinter Trump stehen.

Anders sah es Trump noch im Februar 2016. Nach Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern des Klans in Kalifornien, vermied Trump in der CNN-Talkshow "State of the Union" eine Distanzierung und antwortete: "Sie wollen, dass ich eine Gruppe verurteile, von der ich nichts weiß?"

Dass Donald Trump den Ku-Klux-Klan nicht kennt, ist sehr unwahrscheinlich. Denn die bereits im Jahr 1865 gegründete Organisation wurde auch in zahlreichen Filmen - sollte Trump tatsächlich in Geschichte nicht aufgepasst und diverse Nachrichtensendungen verpasst haben - behandelt. Der KKK sieht die Weißen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung lehnt aber auch Einwanderer, Juden und Homosexuelle ab. Derzeit zählt der Ku-Klux-Klan etwa 5000 bis 8000 Mitglieder.