Politik | Ausland
10.11.2016

Trump-Sieg lässt Waffenaktie abstürzen

Eigentlich müsste die US-Waffenindustrie aufatmen - immerhin ist Donald Trump ein Freund der Waffen.

Donald Trump ist ein ausgesprochener Freund der Waffen-Lobby, doch die größten Hersteller von Pistolen und Gewehren in den USA sind nach der Wahl des Republikaners zum US-Präsidenten an der Börse massiv unter Druck geraten. Die Aktien der beiden Waffenschmieden Smith & Wesson und Sturm, Ruger & Co. büßten am Mittwoch mehr als zwölf Prozent an Wert ein. Wie passt das zusammen?

Trumps Wahlsieg „eliminiert jegliche realistische Sorge vor schärferen Waffengesetzen“, meinen die Experten vom Analysehaus Wedbush Equity Research. Daher würden sich Waffenliebhaber nun Zeit lassen mit neuen Einkäufen. Die Angst vor strikterer Regulierung durch Trumps Rivalin Hillary Clinton war in den letzten Monaten ein treuer Verkaufshelfer der Waffenindustrie gewesen.

Furcht vor strengerer Kontrolle

Auch unter Barack Obama hatten die Hersteller stark von der Furcht vor strengerer Kontrolle der Waffenindustrie profitiert - obwohl der amtierende Präsident die Branche eigentlich nie ernsthaft unter Druck setzte. Den Marktführern Smith & Wesson sowie Ruger hatte der Wahlkampf geradezu einen Absatzboom beschert. In ihren jüngsten Geschäftsquartalen steigerten die Hersteller ihre Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 und 34 Prozent.