Politik | Ausland
03.07.2013

Wenig Hoffnung auf Zwei-Staaten-Lösung

Israelis wie Palästinenser wünschen sich zwei Staaten, halten die Lösung aber für unwahrscheinlich.

Wenn es um eine Friedenslösung geht, sind Israelis und Palästinenser weitgehend einer Meinung: Eine Mehrheit beider Völker befürwortet einer Umfrage zufolge die Zwei-Staaten-Lösung, hält sie zugleich aber für unwahrscheinlich.

Nach der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Hebräischen Universität in Jerusalem sprachen sich 62 Prozent der Israelis und 53 Prozent der Palästinenser für einen in Frieden neben Israel lebenden Palästinenser-Staat aus. Zugleich bezweifelten 68 Prozent der Israelis und 69 Prozent der Palästinenser, dass ein solcher Staat in den kommenden fünf Jahren Wirklichkeit werden könnte.

Geringe Erfolgsaussichten

Dass es US-Außenminister John Kerry gelingen könnte, beide Seiten in Kürze wieder an den Verhandlungstisch zu bringen, erwarten sogar nur 10 Prozent der Israelis und 27 Prozent der Palästinenser.

Und beide Seiten haben Angst voreinander: 50 Prozent der Israelis fürchten, dass sie oder ihre Familie von Arabern angegriffen werden könnten. Bei den Palästinensern rechnen sogar 74 Prozent der Befragten damit, dass ihre Familien durch Israel geschädigt, ihr Land beschlagnahmt und ihre Häuser abgerissen werden könnten.

Die Ein-Staaten-Lösung, bei der beide Völker gleichberechtigt in einem einzigen Land zwischen Mittelmeer und Jordan-Fluss leben würden, lehnen 63 Prozent der Israelis und 69 Prozent der Palästinenser ab.