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Syrien
01/06/2017

Türkische Armee: Seit August über 1300 IS-Kämpfer getötet

Soldaten und Rebellen hätten außerdem 291 Kämpfer der Kurden-Miliz YPG getötet und vier verwundet. Elf weitere hätten sich ergeben.

Seit ihrem Einmarsch in Nordsyrien im August haben türkische Truppen und von ihnen unterstützte sunnitische Rebellen nach Armeeangaben mehr als 1300 IS-Kämpfer getötet. 1362 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seien getötet, 168 verwundet und sechs gefangen genommen worden, teilte der Generalstab in Ankara nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag mit.

Soldaten und Rebellen hätten außerdem 291 Kämpfer der Kurden-Miliz YPG getötet und vier verwundet. Elf weitere hätten sich ergeben.

Die Türkei hatte im August eine Bodenoffensive in Syrien begonnen, mit der sie Rebellen unterstützt. Den Verbündeten ist es im Zuge der Operation "Schutzschild Euphrat" gelungen, den IS von der türkisch-syrischen Grenze zu verdrängen. Seit vergangenem Monat laufen schwere Gefechte mit dem IS um die Stadt Al-Bab, die unter der Kontrolle der Terrormiliz steht. Die Türkei bekämpft in Nordsyrien zugleich die YPG, die eng mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden ist.

Aktivisten: 470 Zivilisten bei Bombardements gestorben

Angaben zu getöten Zivilisten wurden keine gemacht. Indes veröffentlichte die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Freitag Opferzahlen der Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition in Syrien. Demnach sind im vergangenen Jahr fast 470 Zivilisten ums Leben gekommen. Darunter seien mehr als 100 Kinder und 60 Frauen gewesen, erklärte die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Freitag. Außerdem hätten die Bombardierungen mehr als 1960 Kämpfer getötet, darunter mehr als 1860 Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Die Menschenrechtsbeobachter sitzen in England, stützen sich bei ihren Angaben aber auf Informationen von mehr als 200 Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben haben sich als zuverlässig erwiesen. Die auch von der Bundeswehr unterstützte internationale Koalition fliegt seit mehr als zwei Jahren in Syrien Luftangriffe gegen den IS und andere Extremisten.

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