Fikri Isik im Jänner 2017.

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Sicherheitskonferenz
02/18/2017

Türkei fordert mehr Präsenz der NATO im Süden

Derzeit wird vor allem Ostflanke in Richtung Russland gestärkt.

Angesichts der NATO-Aufrüstung in Osteuropa drängt die Türkei das Bündnis zu einer deutlichen Stärkung seiner Südflanke. "Die NATO sollte ihre Abschreckungsfähigkeit nicht verlieren und ihre Verteidigungsfähigkeit", sagte der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik. "Aber die NATO sollte, was sie an ihrer Ostflanke demonstriert, auch an ihrer Südflanke zeigen, vor allem im Südosten."

Die Türkei fordert schon länger eine stärkere Beteiligung der NATO im Kampf gegen den Terrorismus. "Die NATO hat ihre Verpflichtung an der Südflanke noch nicht erfüllt, wir hoffen dass sich das bald verändern wird", sagte Isik am Freitagabend auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Erst diese Woche hatten die Verteidigungsminister des Bündnisses bei einem Treffen in Brüssel den Ausbau ihres Stützpunktes im italienischen Neapel beschlossen. Dort sollen künftig Informationen aus Krisenländern wie Libyen und dem Irak zusammenfließen, um im Anti-Terror-Kampf stärken zu können.

Die NATO stärkt derzeit aber vor allem ihre Präsenz an der Ostflanke zur Abschreckung Russlands. Sie schickt mehrere Tausend Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland. Die osteuropäischen Staaten fühlen sich bedroht, seit sich Russland 2014 die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibt hat.

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