© EPA/JIM LO SCALZO

Politik Ausland
09/02/2020

Trump: Polizeischüsse auf einen Schwarzen wie ein Fehler beim Golfen

Nach seinem Auftritt in Kenosha spielte der US-Präsident die Aktion neuerlich herunter - und sorgt für Empörung.

US-Präsident Donald Trumps Leidenschaft für Golf ist ja hinlänglich bekannt, dass er die Sportart nun aber in Verbindung mit mitunter tödlicher Polizeigewalt bringt und diese so weiter herunterspielt, empört viele Amerikaner. Der Sager, der auch für Kopfschütteln sorgt, fiel rund um Trumps Besuch in Kenosha, wo derzeit die Wogen ohenhin hochgehen.

Der US-Präsident hatte am Dienstag die Stadt in Wisconsin besucht, wo Polizisten den Schwarzen Jacob Blake mehrmals in den Rücken schossen. Seither ist der 29-Jährige von der Hüfte abwärts gelähmt. Auf diese Tat ging Trump zunächst nicht ein - auch die Angehörigen des Opfers traf er nicht. Auch dass ein 17-jähriger weißer Trump-Fan in der Folge zwei Demonstranten erschossen hatte, ließ den Staatschef ungerührt: Er habe sich wohl verteidigen wollen. Stattdessen geißelte er die Protestierenden, die teilweise auch zu Gewalt griffen, als "Terroristen".

Trump: Fehler passieren

Und später nahm er im Gespräch mit dem konservativen Nachrichtensender Fox News die Uniformierten in Schutz: Unter Druck passierten eben Fehler. "Sie versagen. Wie bei einem Golf-Turnier, wenn jemand einen Putt aus drei Fuß Entfernung verfehlt."

Der Vollständigkeit halber: drei Fuß sind umgerechnet 91,44 cm.

 

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