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Kryptogeschäfte bringt Familie Trump 2,3 Milliarden Dollar ein

Familie des US-Präsidenten hat seit seinem neuerlichen Amtsantritt Milliarden verdient.
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Die Familie von US-Präsident Donald Trump hat seit dessen erneutem Amtsantritt Milliardengewinne mit Krypto-Geschäften erzielt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf mindestens 2,3 Milliarden Dollar, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters von vier Krypto-Projekten hervorgeht. Auf der anderen Seite stehen mehr als eine Million Anleger, die bis Ende April Verluste in gleicher Höhe verbuchten.

Die Ergebnisse basieren auf einer Analyse von Blockchain-Daten, Tausenden Seiten von Unternehmensberichten und Interviews mit Branchenexperten sowie Betroffenen. Die Ergebnisse wurden von mehr als einem Dutzend Experten für Rechnungswesen und Kryptowährungen geprüft, die die Schätzungen von Reuters und die ihnen zugrunde liegende Auswertung als plausibel einschätzten.

Das Geschäftsmodell folgte dabei stets einem ähnlichen Muster: Die Familie Trump ging kaum finanzielle Risiken ein, während Familienmitglieder wie Eric Trump und Donald Trump Jr. die Projekte intensiv bewarben. Das größte Projekt dieser Art ist die Plattform World Liberty Financial. Durch den Verkauf von Governance-Token flossen der Familie Trump mehr als 1,4 Milliarden Dollar zu.

Diese Vermögenswerte, die den Käufern ein Mitspracherecht bei bestimmten Entscheidungen einräumen, verloren jedoch drastisch an Wert. Bis Ende April stürzte der Kurs um 87 Prozent ab. Außerdem verärgerten nachträgliche Verkaufsbeschränkungen bis zum Jahr 2030 viele Anleger, die ihre verbliebenen Token nicht veräußern können.

Keine Stellungnahme von Trumps Söhnen

Die Familie nutzte neben World Liberty Financial weitere Krypto-Projekte. Der spekulative Krypto-Token "$TRUMP" brachte der Familie rund 616 Millionen Dollar ein, während Käufer Verluste von mehr als 700 Millionen Dollar erlitten. Der Kurs des Meme-Coins brach nach einem Höchststand im Jänner 2025 nach der zweiten Amtseinführung von Trump um 97 Prozent ein. Zwei an der US-Technologiebörse Nasdaq notierte Unternehmen, AI Financial Corp (zuvor ALT5 Sigma) und American Bitcoin, wurden von Mitgliedern der Trump-Familie ebenfalls als Anlagemöglichkeiten beworben.

Die Aktienkurse beider Firmen brachen in der Folge ein. Externe Anleger verloren bei American Bitcoin mehr als 200 Millionen Dollar, während Eric Trump einen Anteil von neun Prozent im Wert von mehr als 70 Millionen Dollar hält, ohne nachweislich eigenes Geld investiert zu haben.

Ethikexperten sehen in den Geschäften einen beispiellosen Interessenskonflikt, da die US-Regierung unter Trump die Krypto-Branche reguliert und der Präsident selbst sich wiederholt für die Industrie ausgesprochen hat. Das Weiße Haus wies entsprechende Vorwürfe zurück. Auf die Erkenntnisse von Reuters ging die Regierung nicht direkt ein, Sprecherin Anna Kelly teilte lediglich mit, alle Maßnahmen von Präsident Trump und seiner Regierung erfolgten im besten Interesse des amerikanischen Volkes.

Die beiden ältesten Söhne des Präsidenten, Eric Trump und Donald Trump Jr., reagierten nicht auf Anfragen für eine Stellungnahme. Viele der betroffenen Anleger äußerten in Interviews Enttäuschung und Bedauern, machten jedoch zum Teil politische Gegner oder Leerverkäufer für die Kursverluste verantwortlich.

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