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Trump zu Medien: „Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite“

Trump hat das White House Correspondents' Dinner nachgeholt. Den Medien ließ der US-Präsident ausrichten, wie viel Glück sie mit ihm hätten.
WHCA Dinner in Washington

Zusammenfassung

  • Der Nachholtermin des White House Correspondents' Dinner fand drei Monate nach dem abgebrochenen Gala-Abend unter deutlich verschärften Sicherheitsvorkehrungen in Washington statt.
  • Trump nutzte seine Rede vor allem für scharfe Medienkritik, sprach von „Fake News“ und sagte den anwesenden Journalisten: „Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite.“
  • Der ursprüngliche Termin Ende April war nach einem Schussvorfall in einem Washingtoner Hotel abgebrochen worden, bei dem ein Sicherheitsbeamter getroffen wurde.

Drei Monate nach einem Schussvorfall beim White House Correspondents' Dinner in Washington mit US-Präsident Donald Trump hat der Nachholtermin am Freitag unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. 

Trump setzte in seiner ersten Rede vor allem auf Medienkritik. Der Republikaner ließ zwar punktuell Anerkennung für die Arbeit der Journalisten erkennen, warf den Medien aber zugleich das Verbreiten von „Fake News“ vor, also Falschberichterstattung.

Zudem meinte er, Medienunternehmen profitierten von ihm. In einem Hotel in Washington sagte er vor den versammelten Journalistinnen und Journalisten: „Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite.“ Das Geschäftsmodell der US-Medien sei dann am Ende. 

Die Presse habe keine Ahnung, wie viel Glück sie mit ihm habe, weil er Schlagzeilen produziere, argumentierte Trump. Ihm lägen die Medien sehr am Herzen, schob er nach. Trump ist für seine oft beißende Kritik an den US-Medien bekannt. Wiederholt hat er sich auch mit Klagen gegen ihm unliebsame Berichterstattung gewehrt.

Schüsse beim ursprünglichen Gala-Dinner

Der Gala-Abend fand unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen statt. Das machte sich an mehreren Stellen wie etwa bei den Einlasskontrollen bemerkbar, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vom Veranstaltungsort berichtete. Statt einer Papiereintrittskarte wie beim letzten Mal mussten die Journalistinnen und Journalisten zusätzlich zu ihrem Ausweis einen personalisierten QR-Code vorzeigen. 

Vor und in dem Hotel waren zudem mehr Polizisten zu sehen. Um in den Ballsaal zu kommen, in dem das Dinner stattfand, mussten die Gäste wieder durch eine Sicherheitsschleuse mit Metalldetektoren, wie man sie auch vom Flughafen kennt. Trump erschien dieses Mal auf der Bühne ohne Begleitung von First Lady Melania.

Ende April hatte ein bewaffneter 31-Jähriger in einem anderen Hotel in Washington, in dem das Abendessen abgehalten wurde, eine Sicherheitsschleuse gestürmt. Er erreichte den Ballsaal nicht, es fielen jedoch Schüsse. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen. Trump und andere Ehrengäste wurden von Personenschützern in Sicherheit gebracht. Das Dinner wurde abgebrochen.

Einmal jährlich richtet die Organisation der Journalisten, die in Washington über die Politik der US-Regierung berichten, ein Gala-Dinner aus, bei dem Vertreter des Weißen Hauses und auch andere Prominente zu Gast sind. Die Journalisten-Vereinigung der im Weißen Haus akkreditierten Korrespondenten veranstaltet den Festabend seit mehr als 100 Jahren.

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