Politik | Ausland
07.08.2017

Trump: Kein Urlaub, sondern harte Arbeit im Golfclub

Die Zeitung Washington Post hat errechnet, dass Trump seinen Amtsvorgänger Obama in Sachen Freizeit bereits um 38 Tage abgehängt hat.

US-Präsident Donald Trump beteuert, auch während seines derzeitigen Sommeraufenthalts in einem seiner luxuriösen Privatclubs weiterhin intensiv mit den Regierungsgeschäften befasst zu sein. Er arbeite "hart" und werde in der kommenden Woche auch für "weitere Treffen" nach New York fahren, schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump sieht sich wegen seiner häufigen Abstecher in seine Luxusclubs der Kritik ausgesetzt. Am Freitag hatte er sich für zweieinhalb Wochen aus Washington verabschiedet. Sein vorübergehendes Domizil ist der Trump National Golf Club in Bedminster bei New York.

Schon am Wochenende versicherte der Präsident auf Twitter: "Dies ist kein Urlaub - Sitzungen und Anrufe!" Er verwies nun zudem darauf, dass das Weiße Haus während seiner Abwesenheit einer "langgeplanten Renovierung unterzogen" werde. Laut "New York Times" sollen im Präsidentensitz Heiz- und Klimaanlagen ausgetauscht, neue Kabel und Teppiche verlegt sowie frisch gestrichen werden.

Seit seinem Amtsantritt im Jänner hatte Trump bereits zahlreiche Wochenenden in Bedminster oder in dem Club Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida verbracht. Wie viel Zeit er dort tatsächlich mit Regierungsgeschäften verbringt, lässt sich schwer ermessen.

Die Zeitung Washington Post errechnete, Trump sei bis zum vergangenen Freitag auf insgesamt 53 Tage "Freizeit" gekommen, im Vergleich zu 15 "freien" Tage seines Vorgängers Barack Obama zum gleichen Zeitpunkt.

Im Wahlkampf und auch noch danach hatte Trump gesagt, er werde das Weiße Haus "selten verlassen, weil es so viel Arbeit gibt". Obama hatte er während dessen Amtszeit regelmäßig dafür kritisiert, dass dieser zu viel Golf spiele und nicht hart genug arbeite.