Donald Trump in Pennsylvania am 1. August

© REUTERS/ERIC THAYER

US-Wahl
08/02/2016

Trump im Trudeln: Kneift er vor TV-Debatten?

Hillary Clinton führt in Umfragen. Trump hat unterdessen einen Berater gefeuert.

von Daniela Kittner

Zwei am Montag publizierte Umfragen zeigen, dass die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, nunmehr mit deutlichem Vorsprung gegenüber dem Republikaner Donald Trump führt.

Laut einer Umfrage im Auftrag von CBS News führt Clinton mit 47 zu 41 Prozent vor Trump, laut einer Erhebung im Auftrag von CNN beträgt der Vorsprung der Demokratin sogar neun Prozentpunkte (52 zu 43 Prozent). Nach dem Republikaner-Parteitag vor zehn Tagen war Trump in mehreren Umfragen vor Clinton in Führung gelegen. Das hat sich nun deutlich geändert.

Berater gefeuert

Das Portal Politico berichtet, dass Ed Brookover, ein führender Berater aus Trumps Kampagnenteam, gefeuert wurde. Gegenüber CNN sollen dies "diverse Quellen" bestätigt haben. Über die Gründe für die Trennung ist nichts bekannt, spekuliert wird über Meinungsverschiedenheiten innerhalb von Trumps Kampagnenteam.

Der exzentrische Milliardär Trump hat sich in den letzten Tagen in Schwiergikeiten gebracht. Er griff die - muslimischen -Eltern eines US-Soldaten an, der im Irak-Einsatz getötet wurde. Seit Tagen wird Trump dafür kritisiert, auch aus der eigenen Partei, dass er einem gefallenen Soldaten und dessen Eltern nicht den gebührenden Respekt zolle.

Auch außenpolitisch blamierte sich Trump. In einem TV-Interview deutete er an, er könnte als US-Präsident die Annexion der Halbinsel Krim durch Russland anerkennen. Darüber hinaus zeigte er sich auch uninformiert über die russische Präsenz im Osten der Ukraine. Als Reaktion auf die einsetzende Kritik versuchte Trump, im Nachhinein über Twitter seine Wissenslücken zu kaschieren. Wegen mangelnder Glaubhaftigkeit drang er damit aber nicht durch.

Dass Trump nun auch noch eine Debatte über die geplanten TV-Konfrontationen mit Hillary Clinton vom Zaun brach, lässt Beobachter vermuten, dass er die TV-Duelle unterminieren wolle, mit dem Ziel, sie zu kippen. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Trump in den TV-Debatten von Clinton an die Wand gespielt wird. Die Langzeitpolitikerin Clinton ist sachlich sattelfest und in Debatten erprobt. Trump ist politisch vielfach ahnungslos, kennt sich in Details nicht aus und neigt zu derben Ausdrucksweisen, insbesondere, wenn er in Bedrängnis kommt.

Die "Kommission für Präsidenten-Debatten" hat drei Termine, den 26. September, den 9. und den 19. Oktober, für die TV-Konfrontationen festgesetzt. Trump schießt sich auf zwei der drei Termine ein, weil an diesen Abenden Football-Spiele stattfinden würden. Die Kommission weist darauf hin, dass sie sorgfältig die bestmöglichen Termine gewählt habe, und dass keine drei Abende zu finden seien, an denen nicht irgendein größeres Sportereignis stattfinde.

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