"Überteuert und mies": Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf
Zusammenfassung
- Donald Trump ruft auf Truth Social zum Boykott von Bruce Springsteens Konzerten auf und kritisiert den Musiker scharf.
- Springsteen gilt als Trump-Kritiker und sang bei einer landesweiten "No Kings"-Demonstration gegen Trumps Einwanderungspolitik.
- Das Weiße Haus und Trump selbst verurteilen die Proteste und beleidigen Teilnehmer sowie Medienvertreter.
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Onlineplattform Truth Social zum Boykott von Konzerten des Rockmusikers Bruce Springsteen aufgerufen. Trump bezeichnete die Auftritte als "überteuert" und "mies".
Trump schrieb am Donnerstag zudem über Springsteen, er sei “eine vertrocknete Pflaume, die unter den Eingriffen eines wirklich schlechten Schönheitschirurgen schwer gelitten hat„, und forderte seine Anhänger auf, den Konzerten fernzubleiben.
Der 20-fache Grammy-Gewinner Springsteen gilt als einer der lautesten Kritiker Trumps in der US-Kulturszene und hat unter anderem das harte Vorgehen des Präsidenten gegen Migranten ohne Papiere und das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE verurteilt.
Protestsong: "Streets of Minneapolis"
Am Samstag sang Springsteen bei einer "No Kings"-Großdemonstration vor Zehntausenden seinen Protestsong "Streets of Minneapolis". Den Song schrieb Springsteen nach den tödlichen Schüssen auf die US-Bürger Alex Pretti und Renee Good, die am Rande von Protesten gegen Trumps Einwanderungspolitik von Einsatzkräften erschossen worden waren. In dem Song bezeichnet Springsteen die US-Einwanderungsbehörde ICE als “König Trumps Privatarmee„.
Am letzten Märzwochenende demonstrierten in zahlreichen US-Städten Menschen gegen die Regierung von Präsident Trump. Unter dem Motto “No Kings„ fanden am Samstag Proteste in allen 50 Bundesstaaten statt; die Veranstalter sprachen von schätzungsweise acht Millionen Teilnehmern.
Beleidigung der Protest-Teilnehmer
Das Weiße Haus kritisierte die Proteste. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte laut Medienberichten über die Veranstaltungen: "Die Einzigen, die sich für diese Therapiesitzungen gegen Trump interessieren, sind die Reporter, die dafür bezahlt werden, darüber zu berichten." Trump bezeichnete frühere Demonstrationen unter demselben Motto als "Witz" und tat Teilnehmer als "verrückt" ab.
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