Trump beleidigt Reporterin: "Wissen Sie, warum Sie nicht lächeln?"
US-Präsident Donald Trump hat erneut nach einer Frage zu den Epstein-Akten eine Journalistin beleidigt. "Sie sind so schlimm. Sie sind die schlimmste Reporterin", sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus in Washington zu einer CNN-Journalistin. "Kein Wunder, dass CNN wegen Leuten wie Ihnen keine Einschaltquoten hat", fügte der Präsident hinzu. Die Reporterin hatte Fragen zu den neu veröffentlichten Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestellt.
Trump forderte daraufhin, das Thema Epstein abzuhaken. "Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass sich das Land vielleicht anderen Themen zuwendet, wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder anderen Themen, die den Menschen am Herzen liegen", sagte Trump zu den Journalisten. Am Freitag hatte das US-Justizministerium Millionen weitere Epstein-Akten freigegeben, in denen auch der Name Trump wieder häufig auftaucht. Ein Fehlverhalten konnte Trump bisher nicht nachgewiesen werden.
Als die CNN-Journalistin weiter auf dem Thema beharrte, wurde Trump ausfällig. Der Präsident warf ihr zudem Lügen vor. "Wissen Sie, sie ist eine junge Frau", sagte er an die Umstehenden gewandt über die Reporterin. "Ich kenne Sie seit zehn Jahren. Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Lächeln auf Ihrem Gesicht gesehen habe", sagte Trump und fügte hinzu: "Wissen Sie, warum Sie nicht lächeln? Weil Sie wissen, dass Sie nicht die Wahrheit sagen."
US-Präsident wurde wiederholt ausfällig
Bereits im November war Trump im Zusammenhang mit den Epstein-Akten ausfällig geworden und hatte die Journalistin Catherine Lucey von der Nachrichtenagentur Bloomberg beleidigt. Auf die Frage, warum er die Akten in der Affäre um den Sexualstraftäter nicht freigeben wolle, antwortete der US-Präsident an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One: "Sei still. Sei still, Schweinchen" und deutete dabei mit dem Finger auf Lucey.
Wenige Tage später bezeichnete Trump die ABC-Journalistin Mary Bruce als "schreckliche Reporterin", nachdem diese während des Besuchs des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus den Mord an dem regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi angesprochen hatte.
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