Politik | Ausland
31.12.2017

Anschlag bei Begräbnis in Afghanistan tötet 15 Menschen

Anschlag passierte während einer Trauerfeier für einen regionalen Politiker. Bislang bekannte sich noch niemand zum Attentat.

Bei einem Anschlag auf das Begräbnis eines regionalen Politikers im Osten Afghanistans sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 14 weitere Menschen wurden verletzt, als eine auf einem geparkten Motorrad montierte Bombe in der Trauergesellschaft detonierte, wie ein Sprecher des Provinzgouverneurs sagte.

Zuvor hatte es geheißen, der Anschlag sei von einem Selbstmordattentäter verübt worden. Der Anschlag ereignete sich im Distrikt Behsud der Provinz Nangarhar, die an Pakistan grenzt.

Über die Zahl der Opfer gab es zunächst widersprüchliche Angaben, andere Quellen berichteten von bis zu 30 Verletzten. Die Menschen hatten sich versammelt, um den früheren Gouverneur des Verwaltungsbezirks Haska Mina zu beerdigen.

Bisher hat noch keine Gruppe die Verantwortung für den Anschlag übernommen. In Afghanistan kämpfen radikalislamische Taliban und die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gegen die vom Westen gestützte Regierung. In der Provinz Nangarhar kontrolliert der IS seit längerer Zeit einige Gebiete. Afghanisches und US-Militär bombardieren die Extremisten dort regelmäßig.

Vor wenigen Tagen waren bei einem Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul 41 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich der IS.