Terror in Barcelona: Was wir wissen - und was nicht

Terror in Barcelona: Was wir wissen - und was nicht
In Barcelona überschlugen sich am Donnerstagabend die Ereignisse. Nach dem Anschlag mit einem Van in einer Fußgängerzone kursierten Gerüchte um eine Geiselnahme, zwei Verdächtige konnten festgenommen werden. Welche Rolle sie bei dem Attentat gespielt haben sollen, ist aber nicht klar.

Stand: 24.00 Uhr
  • Mindestens 13 Tote, 80 Verletzte – das ist die traurige Bilanz nach dem Anschlag in Barcelona.
  • Zwei Verdächte wurden bereits verhaftet. Einer davon ist ein Mann namens Driss Oukabir. Nach Medienberichten soll der gebürtige Marokkaner 28 Jahre alt sein und legal in Spanien leben. Er soll den weißen Leihwagen gemietet haben, mit dem der Anschlag auf den Las Ramblas durchgeführt wurde. Die Rolle des zweiten Verdächtigen wurde von den Behörden nicht kommuniziert.
  • Augenzeugen sprachen im staatlichen spanischen Fernsehen von einem Einzeltäter, der Anfang 20 gewesen sein soll. Der Fahrer des Lieferwagens soll ein Mann von etwa 1,70 Meter Größe gewesen sein und ein weißes Hemd mit blauen Streifen getragen haben, berichtete die Zeitung El Periodico de Catalunya.
  • Weiter unbestätigt sind Berichte spanischer Medien, wonach einer der Täter bei einer Schießerei getötet wurde. Dass es, wie zunächst berichtet, zu einer Geiselnahme in einem Restaurant kam, wurde von der Polizei bereits dementiert. Augenzeugen hatten berichtet, dass der oder die Täter nach ihrer Amokfahrt in ein nahegelegenes Restaurant geflüchtet waren - die Aktion stellte sich jedoch als Ablenkungsmanöver heraus.
  • Nach dem Anschlag durchbrach ein Auto einen Checkpoint der Polizei, zwei Beamte wurden dabei verletzt, der Fahrer wurde erschossen. Ob der Zwischenfall mit dem Anschlag auf den Las Ramblas in Zusammenhang steht, war zunächst nicht klar. Laut Polizeichef Josep Lluis Trapero gehen die Ermittler derzeit jedoch von voneinander unabhängigen Ereignissen aus. Der Fahrer sei Spanier gewesen.
  • Dagegen dürfte ein Zusammenhang mit einer Explosion in dem katalanischen Dorf Alcanar bestehen, bei der bereits am Mittwoch eine Person ums Leben kam und sieben Menschen verletzt wurden. Details dazu sind jedoch noch nicht bekannt.

Es bleiben also folgende Fragen

  • Wie viele Täter waren / sind involviert? Wer sind die Täter? Und sind sie noch in Barcelona unterwegs?
  • Wer sind die Opfer? Die Las Ramblas sind der Touristen-Hotspot Barcelonas. Unter den Opfern sollen sich auch drei deutsche und ein belgischer Staatsbürger befinden. Ob auch Österreicher betroffen sind, ist zur Stunde noch unklar.

Über das Motiv der Attentäter gibt es hingegen bereits jetzt kaum noch Zweifel. Zu sehr ähnelt er den Terrorakten in Nizza, Berlin oder London. Zu schnell bekannte sich die Terroristenmiliz IS zu der Tat. Offiziell wurde der islamistische Hintergrund der Amokfahrt jedoch noch nicht bestätigt.

Der Tathergang im Überblick

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Die Täter benutzten einen weißen Lieferwagen, den sie zuvor bei einem Verleih gemietet hatten.
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Auf dem bekannten Markt "La Boqueria" hat es nach Angaben der Zeitung "El Periodico" eine Schießerei gegeben.
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Dabei starben 191 Menschen, mehr als
1800 wurden verletzt.
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