Politik | Ausland
16.01.2019

Sind wir "Schlafwandler"? Diese Gefahren bedrohen die Welt

"Global Risks Report": Atomwaffen und Hyper-Inflation gelten als unwahrscheinliche Risiken. Aber es gibt ein Mega-Problem.

Was bedroht den Planeten Erde und unsere Gesellschaft am ehesten? Was ist also gefährlich und zugleich gar nicht einmal unwahrscheinlich? Was hingegen hätte fatale Folgen, ist aber sehr unwahrscheinlich? Diese Fragen versucht das Weltwirtschaftsforum (WEF) jährlich in einem „Global Risks Report“, sprich einem „Weltrisikobericht“ zu beantworten.

Die Ergebnisse für 2019: Der Klimawandel ist das größte Risiko für die Welt. Besonders Wetterextreme, Versagen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel sowie Naturkatastrophen stellten die wahrscheinlichsten Gefahren dar, urteilt das WEF. Der Bericht wurde am Mittwoch in London vorgestellt.

„Von allen Risiken ist es bei der Umwelt am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt“, heißt es in der Studie.

"Spaltung nimmt zu"

Eine zweite immense und zugleich wahrscheinliche Gefahr sind Cyber-Attacken. Datenbetrug und -raub zählen zu den großen Bedrohungen. „Globale Risiken nehmen zu, aber der kollektive Wille, sie zu bekämpfen, schwächt sich ab“, heißt es in der Studie. „Stattdessen nimmt die Spaltung zu.“

Großes Risiko gehe auch von geopolitischen und weltwirtschaftlichen Spannungen aus, warnte das WEF weiter. „Vor diesem Hintergrund ist es vermutlich schwieriger, gemeinsame Fortschritte bei anderen globalen Herausforderungen zu erreichen.“

Was beispielsweise dramatische Folgen hätte, aber als derzeit als höchst unwahrscheinlich gilt, ist die Zerstörung der Erde durch Massenvernichtungswaffen. Ebenfalls unwahrscheinlich: Unkontrollierbare Inflation, Deflation sowie ein Energiepreis-Schock.

Der "Global Risks Report 2019" im englischen Original