Politik | Ausland
14.04.2017

Usbekistan warnte vor mutmaßlichem Stockholm-Attentäter

Laut Außenminister Kamilow wurden "einer westlichen Nation" Informationen über Rachmat Akilow gegeben.

Usbekistan hat den Westen nach eigenen Angaben vor dem mutmaßlichen Attentäter von Stockholm gewarnt. Die usbekischen Sicherheitsdienste hätten einer westlichen Nation Informationen über Rachmat Akilow zur Weitergabe an Schweden zukommen lassen, sagte Außenminister Abdulasis Kamilow am Freitag vor Journalisten.

Akilow sei von der Miliz "Islamischer Staat" (IS) rekrutiert worden, nachdem er Usbekistan 2014 verlassen habe und nach Schweden übersiedelt sei. Welches Land die Informationen an Schweden weiterreichen sollte, sagte Kamilow nicht.

Laut russischer Agentur Ria Nowosti ist Rachmat Akilow von seinem Heimatland Usbekistan in Zentralasien schon vorher mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Auch Schweden habe die Daten bekommen.

Akilow hat nach Angaben seines Anwalts gestanden, vor einer Woche in Stockholm mit einem Lkw mehrere Menschen getötet und verletzt zu haben. Dem Usbeken wurde im vergangenen Jahr eine Aufenthaltsberechtigung für Schweden versagt. Er wurde aufgefordert, das Land zu verlassen, kam dem aber nicht nach und stand deshalb auf einer Fahndungsliste.