© REUTERS/OCTAVIO JONES

Politik Ausland
12/07/2021

Republikanischer Abgeordneter soll Trump-Medium leiten

Devin Nunes soll das neue Medienunternehmen des Ex-Präsidenten leiten. Dafür verlässt er nach 18 Jahren den US-Kongress.

Der republikanische Kongressabgeordnete Devin Nunes soll künftig ein von Ex-Präsident Donald Trump gegründetes Medienunternehmen leiten. Das teilte die Firma Trump Media & Technology Group am Montagabend (Ortszeit) in Palm Beach in Florida mit. Nunes werde das US-Repräsentantenhaus verlassen und seine neue Rolle im Jänner 2022 antreten.

Trump hatte im Oktober angekündigt, er wolle ein alternatives Soziales Netzwerk namens "Truth Social" gründen - unter dem Dach des Medienunternehmens. Ziel sei es, der "Tyrannei" der großen Tech-Unternehmen die Stirn zu bieten. Trump reagierte mit dem Schritt auf seinen Rauswurf bei etablierten sozialen Medien: Twitter wie auch Facebook und Youtube hatten Trumps Konten im Jänner kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt.

Ein "Kämpfer und Anführer"

Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger Trumps - und die Tatsache, dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. Außerdem behauptet Trump nach wie vor ohne jegliche Belege, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl im November 2020 durch Betrug gestohlen worden sei. Damit heizte er die Stimmung im Land auf. Twitter, wo Trump mehr als 80 Millionen Nutzer folgten, war für ihn bis dahin die wichtigste Kommunikationsplattform gewesen.

Nunes, Abgeordneter aus Kalifornien, sitzt seit 2003 im Repräsentantenhaus und hat sich in der Vergangenheit als eifriger Unterstützer Trumps hervorgetan, unter anderem in einem der beiden Amtsenthebungsverfahren gegen den damaligen Präsidenten. Mehrere US-Medien, darunter CNN, berichteten, Nunes hätte bei der Kongresswahl im kommenden Jahr wegen eines Neuzuschnitts von Wahlkreisen ein schwierigeres Rennen vor sich gehabt.

Zur Personalie Nunes erklärte Trump nun, der sei ein "Kämpfer und Anführer". Nunes verstehe, "dass wir die liberalen Medien und Big Tech daran hindern müssen, die Freiheiten zu zerstören, die Amerika großartig machen".

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