Politik | Ausland
17.03.2018

Präsidentin von Mauritius tritt zurück

Gestolpert: Gurib-Fakim soll mit dem Geld einer NGO privat eingekauft haben.

Im Zuge eines Finanzskandals ist die Präsidentin von Mauritius zurückgetreten. Ameenah Gurib-Fakim lege ihr Amt "im nationalen Interesse" nieder, sagte ihr Anwalt Yousouf Mohamed am Samstag. Der Rücktritt soll am kommenden Freitag in Kraft treten.

Gurib-Fakim wird vorgeworfen, eine Bankkarte der Organisation Planet Earth Institute für persönliche Anschaffungen missbraucht zu haben. Unter anderem soll sie auf Kosten der NGO damit Schmuck und andere Luxusartikel im Wert von mindestens 25.000 Euro gekauft haben.

"Versehen"

Nach eigener Darstellung setzte die Präsidentin die Bankkarte "versehentlich" für persönliche Einkäufe ein. Sie habe der Nichtregierungsorganisation das Geld inzwischen zurückerstattet.

Die 2015 gewählte Wissenschafterin Gurib-Fakim war die erste Frau an der Spitze des afrikanischen Inselstaats. Der kleine Staat im Indischen Ozean ist seit 1968 unabhängig von Großbritannien. Mauritius gehört zu den reichsten und am wenigsten korrupten Ländern Afrikas und gilt als stabile Demokratie.