© APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

Politik Ausland
05/16/2020

Pocher trifft auf Verschwörungstheoretiker - und wird von Polizei weggebracht

Der deutsche Comedian diskutierte auf einer Anti-Corona-Demo in Berlin mit "Starkoch" Attila Hildmann - bis die Polizei ihn vom Gelände begleitete.

"Ganz schön was los am Reichstag..." twitterte der deutsche Comedian Oliver Pocher Samtag Nachmittag. Und sorgte letztlich selbst für am meisten Aufsehen bei einer Anti-Corona-Demo in Berlin.

Pocher, der selbst an Covid-19 erkrankt war, sprach über ein Absperrgitter mit Attila Hildmann. Der Vegan-Koch hat sich in der Coronakrise vor allem als Verschwörungstheoretiker hervorgetan und diese Demo gegen die Corona-Maßnahmen der deutschen Bundesregierung organisiert.

Videos zeigen die Unterhaltung zwischen dem bekannten Komiker und Hildmann. Pocher hatte sich zuvor in seiner TV-Show "Gefährlich ehrlich" über die Verschwörungstheorien des Kochs lustig gemacht und angekündigt, bei der Demo mit Hildmann diskutieren zu wollen. Seine kruden Theorien hätten ihm auch geschäftlich nicht genutzt, berichten deutschen Medien.

Hildmann und weitere Demonstranten befanden sich hinter einer Absperrung, da die Polizei nur 50 Teilnehmer erlaubt hatte. Schon kurz nachdem die beiden Kontrahenten ihr Gespräch begannen, bat die Polizei Pocher den Platz zu verlassen. "Es ging lediglich darum, zu seinem Schutz, ihn hier vom Platz zu bringen", erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei im RTL-Interview. Wie RTL-Reporter beobachteten, führte die Polizei Pocher weg, nachdem ein bis dahin an der Diskussion Unbeteiligter Hildmann anschrie.

Vor Ort waren demnach 1000 Beamte, es soll zu 200 vorläufigen Festnahmen und Identitätsfeststellungen gekommen sein.

"Gespräch musste leider aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Fortsetzung demnächst …", so Pocher daraufhin auf Instagram.

 

Pocher muss neue Show bewerben

Bereits am Freitag war Pocher in den Sozialen Medien ein großes Thema. Der 42-Jährige hatte in seiner neuen Late Night Show bei RTL den Zuschauern Blut versprochen, wenn sein Instagram-Account die Marke von zwei Millionen Abonnenten überschreitet. "Wenn Ihr Blut sehen wollt (...), dann brauche ich jetzt noch knapp 20.000 Follower", sagte der Komiker am späten Freitagabend zum Start des Formats "Pocher – gefährlich ehrlich!".

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