Hegseth: Irans neuer Oberster Führer verwundet, vermutlich entstellt

Die USA gibt an, über 15.000 Ziele im Iran getroffen zu haben. Trump soll davon ausgehen, dass der Krieg bald vorbei ist.
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Bei einer spontan einberufenen Pressekonferenz am Freitagmorgen im Pentagon erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass Irans neuer oberster Führer, Mojtaba Khamenei, "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei. Hegseth erklärte weiter, dass die iranische Führung infolge der US-Militäroperationen stark geschwächt worden sei.

"Irans Führung ist in keinem besseren Zustand – verzweifelt und im Versteck. Sie sind untergetaucht und kauern vor Angst; genau das tun Ratten", sagte Hegseth gegenüber Reportern. "Wir wissen, dass der neue sogenannte, nicht ganz so oberste Führer verwundet und wahrscheinlich entstellt ist."

Der Verteidigungsminister äußerte anschließend Zweifel an der ersten angeblichen Botschaft des neuen iranischen Führers, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.

Hegseth: "Er hat Angst, ist verletzt"

"Er hat gestern eine Erklärung veröffentlicht – eine schwache noch dazu –, aber es gab weder eine Stimme noch ein Video", sagte Hegseth. Er fügte hinzu: "Der Iran hat jede Menge Kameras und jede Menge Aufnahmegeräte für Stimmen – warum also eine schriftliche Erklärung? Ich denke, Sie wissen warum. Sein Vater ist tot. Er hat Angst, er ist verletzt, er ist auf der Flucht und ihm fehlt die Legitimität. Für sie ist das ein Chaos."

Der 56-jährige Mojtaba Khamenei war am Sonntag zum Obersten Führer des Iran und Nachfolger seines am 28. Februar getöteten Vaters Ali Khamenei ernannt worden. Er ist bisher allerdings nicht öffentlich aufgetreten.

Hegseth: Haben Irans Verteidigung erheblich geschwächt

Zudem haben die andauernden Angriffe durch die USA und Israel die Verteidigungsfähigkeit des Irans erheblich geschwächt, so Hegseth bei der Pressekonferenz. 

Der Iran habe keine Luftverteidigung, der Iran habe keine Luftwaffe, der Iran habe keine Marine, sagte Hegseth.

"Das Volumen ihrer Raketen ist um 90 % zurückgegangen", sagte Hegseth. "Ihre Einweg-Angriffsdrohnen sind seit gestern um 95 % zurückgegangen, und wie die Welt sieht, handeln sie in der Straße von Hormus aus purer Verzweiflung – etwas, womit wir uns derzeit befassen", fügte er hinzu.

Laut Hegseth haben US-amerikanische und israelische Streitkräfte Tausende von Angriffen auf iranische Ziele durchgeführt.

Über 1.000 Ziele pro Tag getroffen

"Von unserer Luftwaffe und der der Israelis wurden über 15.000 feindliche Ziele getroffen. Das sind deutlich über 1.000 pro Tag", sagte Hegseth. "Wir sind auf Kurs, alle bedeutenden militärischen Fähigkeiten Irans zu besiegen, zu zerstören und außer Gefecht zu setzen – in einem Tempo, das die Welt noch nie zuvor gesehen hat", sagte er in gewohnt trumpistischen Superlativen und fügte hinzu: "Schon sehr bald werden alle iranischen Rüstungsunternehmen zerstört sein."

Schon zuvor wurde ein Medienbericht öffentlich, wonach US-Präsident Donald Trump davon ausgehe, dass der Iran kurz vor der Kapitulation steht. Dies habe Trump den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten am Mittwoch in einer Telefonkonferenz gesagt, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Freitag. Trump habe erklärt, er habe „einen Krebs beseitigt, der uns alle bedroht hat“. Da niemand mehr wisse, wer im Iran die Führung innehabe, gebe es auch niemanden, der die Kapitulation verkünden könne.

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