Politik | Ausland
07.02.2018

Personalien: Wer wird was in einer neuen GroKo?

© Bild: APA/AFP/DPA/GREGOR FISCHER

SPD bekommt die Ressorts Finanzen, Arbeit und Auswärtiges - bei letzterem hat Martin Schulz zugegriffen. Er gibt den Parteivorsitz ab.

Noch ist die Große Koalition nicht angelobt, wird über die Besetzung schon spekuliert. Als Abräumer gilt die SPD: Sie bekommt das prestigeträchtige Finanzressort. Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz (59) wird es führen, er wird wohl auch Vizekanzler. Martin Schulz (62) wird das Außenressort von Sigmar Gabriel (58) übernehmen. Das Arbeitsministerium soll an die eher unbekannte SPD-Mandatarin Eva Högl (49) gehen, Familienministerin wird Katharina Barley (49) bleiben. Auch Justizminister Heiko Maas (51) gilt als gesetzt, und das Umweltministerium wird bei SPD-Urgestein Barbara Hendricks (65) bleiben.

CSU-Chef Horst Seehofer (68) wird als Innenminister gehandelt. Ein solches Amt hat er nötig, ist er doch König ohne Land in Bayern, so demnächst Ministerpräsident Markus Söder regiert. Das Ministerium wird um die Bereiche Bauen und Heimat aufgewertet werden – wohl ein Schritt für AfD-Sympathisanten. Auch Dorothee Bär (39) könnte aufsteigen, sie soll das CSU-Entwicklungsministerium übernehmen. Das Verkehrsressort bekommt ein Altbekannter: CSU–General Andreas Scheuer (43).
Dass Kanzlerin Angela Merkel (63) wichtige Ressorts an die SPD abgegeben hat, wird in der Union kritisiert. „Immerhin stellen wir noch das Kanzleramt“, ätzte ein CDUler auf Twitter. Ob ihr Vorhaben aufgeht, mehr als 50 Prozent der Posten mit Frauen zu besetzen, ist unklar: Sicher ist, dass Ursula von der Leyen (59) Verteidigungsministerin bleibt. Merkel-Vize Julia Klöckner (45) hat gute Chancen auf das Landwirtschaftsressort; Gesundheitsminister Hermann Gröhe (56) wird sein Amt wohl an seine Staatssekretärin Anette Widmann-Mauz (51) abgeben, er übernimmt die Bildung. Als Wirtschaftsminister wird der Merkel-Vertraute Peter Altmaier (59) gehandelt. Sein Amt als Kanzleramtschef bekommt wohl Helge Braun (45), er gilt als Strippenzieher im Kanzleramt.