Wladimir Putins Körpersprache: "Risikoscheu" und "empfindlich auf Kritik", so die Forscher.

© APA/EPA/ALEKSEY NIKOLSKYI/RIA NOVOSTI POOL

USA
03/08/2014

Pentagon lässt Putins Körpersprache analysieren

Was hat der russische Präsident als nächstes vor? US-Untersuchungen sollen Aufschluss geben.

Das US-Verteidigungsministerium versucht anhand der Körpersprache Wladimir Putins zu erkennen, was der russische Präsident als nächstes vorhat - und lässt sich die Erkenntnisse viel Geld kosten. 300.000 Dollar (220.000 Euro) gibt das Pentagon seit 2009 jedes Jahr für die Verhaltensanalyse ausländischer Spitzenpolitiker aus, sagte Ministeriumssprecher John Kirby am Freitag.

Forschungszwecke

Dabei betonte er, dass das "Profiling" keineswegs dazu diene, konkrete politische oder militärische Entscheidungen vorzubereiten. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe selbst erst durch einen Zeitungsbericht von dem Programm erfahren, sagte Kirby. Demnach dient das Programm vorwiegend zu Forschungszwecken.

Laut Sicherheitskreisen gibt es von insgesamt 15 Spitzenpolitikern wie Putin, seinem Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew oder dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un psychologische Profile - auch zu dem inzwischen hingerichteten irakischen Diktator Saddam Hussein oder dem getöteten El-Kaida-Führer Osama bin Laden wurden demnach solche Studien erstellt.

Den Angaben zufolge wurde Putins Verhaltensanalyse zuletzt 2012 aktualisiert. Befürworter des Programms hoffen, dadurch Aufschluss über geheime Pläne zu bekommen. Im Fall Putins etwa ist von besonderem Interesse, welche militärische Strategie er aktuell im Krim-Konflikt verfolge.

"Risikoscheu"

Die Körpersprache und Bewegungen einer Person können erwiesenermaßen dazu genutzt werden, Rückschlüsse auf ihre Psyche zu ziehen. Die Pentagon-Forscherin Brenda Conners charakterisierte beispielsweise Putins Körpersprache 2004 als Hinweis darauf, dass der Russe "risikoscheu" sei und "extrem empfindlich auf Kritik" reagiere.

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