Rechtsparteien verbünden sich gegen "Superstaat Europa"

Rechtsparteien verbünden sich gegen "Superstaat Europa"
16 Rechtsparteien mobilisieren gegen den "Superstaat Europa". Ziel ist die Bildung eines Blocks im EU-Parlament. "Eher Vernunftehe als Liebesheirat", glauben Experten.

Vorerst ist sie nur Papier – die gemeinsame Erklärung von 16 europäischen Rechtsparteien. Darin verlangen von Ungarns Premier Viktor Orbán über Polens starken Mann Jarosław Kaczyński bis zu FP-Chef Herbert Kickl, Matteo Salvini, Marine Le Pen und andere prominente Rechtspopulisten: mehr Rechte für die Nationalstaaten und weniger EU-Integration. Die „moralische Überaktivität“ Brüssels müsse eingebremst und ein „europäischer Superstaat, der europäische Traditionen zerstört“, verhindert werden.

Was steckt dahinter? „Es wird noch dauern, bis sich die Parteien untereinander koordinieren. Aber früher oder später könnte sich daraus eine Gruppe im Europäischen Parlament bilden“, sagt Julia Partheymüller, Politologin an der Universität Wien.

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